Protonenpumpenhemmer (PPI) gehören zu den am häufigsten verordneten Medikamenten. Sie senken die Bildung von Magensäure und schützen so zum Beispiel die Speiseröhre oder die Magenschleimhaut.
Angestoßen wurde dieser Artikel von zwei Videos: Die Ärztin Dr. Petra Bracht spricht in einem YouTube-Video über Medikamente, die sie kritisch sieht, und der Apotheker Uwe Gröber erklärt in einem Video, welche Nährstoffe er bei Metformin und Säureblockern im Blick behält. Wir haben die Aussagen mit Studien abgeglichen. Die Quellen findest du am Ende des Artikels.
Magensäure ist an der Verdauung beteiligt. Sie löst unter anderem Vitamin B12 aus Eiweißen der Nahrung, damit es später im Dünndarm aufgenommen werden kann. Wird die Säure über lange Zeit stark gesenkt, kann weniger B12 aufgenommen werden.
Vitamin B12: In einer Fall-Kontroll-Studie mit über 25.000 Menschen mit B12-Mangel war die Einnahme von Säureblockern über zwei Jahre oder länger mit einem höheren Risiko für einen Mangel verbunden; höhere Tagesmengen stärker als niedrige (Lam et al., JAMA 2013). Eine Metaanalyse von 2023 kommt zu einem ähnlichen Ergebnis.
Magnesium: Bei langer PPI-Einnahme kann der Darm weniger Magnesium aufnehmen. Die FDA wies 2011 darauf hin, dass niedrige Magnesiumwerte vor allem nach mehr als einem Jahr Einnahme auftreten können. Metaanalysen von Beobachtungsstudien zeigen ein erhöhtes Risiko für einen niedrigen Magnesiumspiegel; wie häufig er tatsächlich auftritt, ist nicht abschließend geklärt.
Calcium und Knochen: Säureblocker können die Aufnahme von Calciumcarbonat verringern. In Beobachtungsstudien war die lange Einnahme mit einem etwas höheren Risiko für Knochenbrüche verbunden. Ein Ursache-Wirkung-Beweis ist das nicht.
Das gilt für die ganze Wirkstoffgruppe – also auch für Omeprazol, Esomeprazol, Lansoprazol und Rabeprazol, nicht nur für Pantoprazol.
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