Verdauungsrückstände (Fett, Stickstoff, Zucker, Wasser)
Bei den Verdauungsrückständen werden im Stuhl Fett, Stickstoff (als Maß für Eiweiß), Zucker und der Wassergehalt mengenmäßig bestimmt. Sie zeigen, wie vollständig Nahrung im Dünndarm zerlegt und aufgenommen wurde.
Wie Verdauung und Aufnahme zusammenspielen
Fett wird mit Hilfe von Gallensäuren gelöst und von der Lipase der Bauchspeicheldrüse gespalten. Eiweiß zerlegen Pepsin aus dem Magen und eiweißspaltende Enzyme der Bauchspeicheldrüse. Zweifachzucker wie Milchzucker spalten Enzyme an der Oberfläche der Dünndarmschleimhaut. Erst die Bausteine werden aufgenommen; was übrig bleibt, gelangt in den Dickdarm.
Verdauungsrückstände erhöht – was passiert im Körper?
Mehr Fett im Stuhl macht ihn voluminös, glänzend und übelriechend; mit dem Fett gehen auch die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K verloren. Gelangt mehr Eiweiß in den Dickdarm, vergären Bakterien es zu Ammoniak, Indol und Iso-Fettsäuren. Unaufgenommener Zucker wird bakteriell vergoren – es entstehen Gase und Säuren, und der Zucker bindet Wasser im Darm, was den Stuhl weicher macht. Mögliche Gründe sind eine geringere Enzymleistung der Bauchspeicheldrüse, zu wenig Gallensäuren, eine veränderte Dünndarmschleimhaut oder eine sehr schnelle Darmpassage.
Verdauungsrückstände niedrig – was bedeutet das?
Niedrige Mengen an Fett, Stickstoff und Zucker sind der Normalfall: Die Nahrung wurde weitgehend aufgenommen. Ein niedriger Wassergehalt bedeutet einen festen Stuhl und geht oft mit einer langsamen Darmpassage einher.
Die Einordnung steht in deinem Befund.
Auch bekannt als: verdauungsrückstände, stuhlfett, steatorrhoe, maldigestion
Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird
- Fettiger Stuhl
- Durchfall
- Blähungen
- Völlegefühl
- Gewichtsverlust
Analysen, die diesen Wert enthalten
Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.
