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Glutathion (GSH)

Glutathion (γ-L-Glutamyl-L-cysteinyl-Glycin) ist das wichtigste intrazelluläre Antioxidans und der Haupt-Entgiftungscofaktor der Leber (Phase-II-Konjugation). Es ist am Schutz vor oxidativem und nitrosativem Stress beteiligt, regeneriert Vitamin C und E und ist essenziell für die Immunfunktion. Ein niedriger Glutathionspiegel wird bei chronischen Erkrankungen, Burnout, Autoimmunität und Schwermetallbelastung häufig beschrieben. Direktmessung als intrazelluläres GSH/GSSG-Verhältnis im Vollblut.

Wie Glutathion arbeitet

Jede Zelle bildet Glutathion aus den Aminosäuren Glutamat, Cystein und Glycin; Cystein ist meist der knappe Baustein und stammt zum Teil aus dem Methionin-Stoffwechsel. In der reduzierten Form (GSH) gibt Glutathion Elektronen ab und fängt so reaktive Sauerstoffverbindungen ab; dabei entsteht die oxidierte Form (GSSG). Das Enzym Glutathionreduktase stellt mit Hilfe von Vitamin B2 und NADPH wieder GSH her. Das Verhältnis GSH zu GSSG zeigt deshalb, wie stark die Zelle gerade oxidativ belastet ist. In der Leber bindet Glutathion Schadstoffe und Medikamentenreste, damit sie über Galle und Urin ausgeschieden werden können; die Glutathionperoxidasen brauchen dafür zusätzlich Selen.

Glutathion niedrig – was passiert im Körper?

Bei wenig GSH oder einem niedrigen GSH/GSSG-Verhältnis werden reaktive Sauerstoff- und Stickstoffverbindungen langsamer abgefangen: Fette in Zellmembranen, Eiweiße und Erbgut werden stärker oxidiert, und die Mitochondrien arbeiten weniger effizient. Die Leber bindet Schadstoffe langsamer, und Abwehrzellen, vor allem T-Zellen, vermehren sich schlechter. Ursachen sind ein hoher Verbrauch – etwa bei Entzündungen, Infekten, Alkohol oder Schadstoffbelastung – oder eine geringe Bildung, wenn Cystein, Glycin, Selen oder Vitamin B2 knapp sind.

Glutathion hoch – was bedeutet das?

Ein hoher GSH-Wert mit günstigem GSH/GSSG-Verhältnis zeigt eine gut gefüllte antioxidative Reserve. Ein erhöhter GSSG-Anteil zeigt dagegen, dass gerade viel Glutathion verbraucht wird – ein Zeichen für akuten oxidativen Stress.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: glutathion, gsh, gssg, oxidiertes glutathion, master antioxidant, n-acetylcystein

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Chronische Erschöpfung
  • Chemikalienunverträglichkeit
  • Häufige Infekte
  • Leberbelastung
  • Brain Fog
  • Oxidativer Stress
  • Schwermetallbelastung

Analysen, die diesen Wert enthalten

Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.

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Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.