Progesteron
Gegenhormon zu Östrogen. Wirkt beruhigend, unterstützt den Schlaf (über GABA-A) und ist an der Regulation der Gebärmutterschleimhaut beteiligt. Niedrige Werte in der zweiten Zyklushälfte werden bei prämenstruellen Beschwerden, Schlafproblemen und innerer Unruhe mit angesehen.
Wie Progesteron im Körper wirkt
Nach dem Eisprung bildet der Gelbkörper im Eierstock Progesteron; in der Schwangerschaft übernimmt die Plazenta. Progesteron verwandelt die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut in ein aufnahmebereites Gewebe, hebt die Körpertemperatur leicht an und wirkt den wachstumsfördernden Effekten von Östradiol entgegen. Sein Abbauprodukt Allopregnanolon verstärkt im Gehirn die Wirkung des beruhigenden Botenstoffs GABA. Ohne Schwangerschaft bildet sich der Gelbkörper zurück; der Progesteronabfall löst die Monatsblutung aus.
Progesteron niedrig – was passiert im Körper?
Ist in der zweiten Zyklushälfte wenig Progesteron da – etwa weil kein Eisprung stattgefunden hat oder der Gelbkörper früh nachlässt –, überwiegt die Östradiolwirkung: Die Schleimhaut wird weniger stabil umgebaut, Zwischenblutungen und eine kürzere zweite Zyklushälfte können folgen, und die beruhigende Verstärkung von GABA durch Allopregnanolon fällt geringer aus. In den Wechseljahren sinkt Progesteron meist früher als Östradiol.
Progesteron hoch – was passiert im Körper?
Hohe Werte sind in der Schwangerschaft physiologisch. Außerhalb davon entstehen sie meist durch zugeführtes Progesteron; dann können Müdigkeit, Benommenheit, Brustspannen und Wassereinlagerungen auftreten.
Die Einordnung steht in deinem Befund.
Auch bekannt als: progesterone, gelbkörperhormon
Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird
- PMS
- Schlafstörung
- Angst
- Stimmungsschwankungen
- Zyklusstörungen
- Zwischenblutungen
Analysen, die diesen Wert enthalten
Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.
Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.
