Magnesium
Magnesium ist an über 300 Enzymreaktionen beteiligt – darunter alle ATP-produzierenden Prozesse, die DNA-Synthese und die Neurotransmitter-Regulierung. Das Serum-Magnesium zeigt nur 1 % des Körperbestandes. Die Vollblutanalyse misst intrazellulär. In Studien zur Versorgung in Deutschland liegt ein Teil der Bevölkerung unter der empfohlenen Zufuhr, besonders Jugendliche und ältere Menschen.
Was Magnesium im Körper macht
Rund die Hälfte des Magnesiums liegt in den Knochen, fast der ganze Rest in den Zellen, besonders in den Muskeln. In der Zelle ist Magnesium an ATP gebunden – erst als Magnesium-ATP kann der Energieträger genutzt werden. Magnesium stabilisiert Zellmembranen und ist der natürliche Gegenspieler des Calciums: Es bremst den Calciumeinstrom in Nerven- und Muskelzellen und dämpft den Rezeptor für den erregenden Botenstoff Glutamat (NMDA-Rezeptor). Außerdem wird es für Bildung und Wirkung von Parathormon und Vitamin D sowie für die Insulinwirkung gebraucht. Die Nieren regeln den Spiegel im Blut.
Magnesium niedrig – was passiert im Körper?
Fehlt Magnesium, strömt leichter Calcium in Nerven- und Muskelzellen: Sie werden erregbarer – Muskelzucken, Wadenkrämpfe, Kribbeln, innere Unruhe und Herzrhythmusstörungen können folgen. Die Nutzung von ATP wird weniger effizient, die Insulinwirkung lässt nach, und weil die Nebenschilddrüsen weniger Parathormon ausschütten, sinken oft auch Calcium und Kalium. Ursachen sind eine geringe Zufuhr, Verluste über den Darm (Durchfall) oder die Nieren (Entwässerungsmittel, Alkohol, Diabetes) und Säureblocker.
Magnesium hoch – was passiert im Körper?
Zu viel Magnesium im Blut ist selten, weil gesunde Nieren Überschüsse ausscheiden; es tritt vor allem bei eingeschränkter Nierenfunktion oder sehr hohen Gaben auf. Dann wird die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln gedämpft: Müdigkeit, Muskelschwäche, niedriger Blutdruck und ein langsamer Herzschlag sind möglich. Hohe Einzelmengen über den Mund führen eher zu Durchfall, weil Magnesium im Darm Wasser bindet.
Die Einordnung steht in deinem Befund.
Auch bekannt als: mg, magnesiummangel, magnesium malat
Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird
- Muskelkrämpfe
- Schlafprobleme
- Herzrasen
- Kopfschmerzen
- Erschöpfung
- Innere Unruhe
- Wadenkrämpfe
- Kribbeln / Taubheit
Analysen, die diesen Wert enthalten
Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.
Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.
