Kupfer (Cu)
Kupfer ist Cofaktor von über 30 Enzymen: Ceruloplasmin (Eisenstoffwechsel), Lysyloxidase (Kollagen/Elastin), Superoxiddismutase CuZn-SOD (Antioxidans), Cytochrom-c-Oxidase (Komplex IV der Atmungskette), Dopamin-β-Hydroxylase (Dopamin→Noradrenalin). Kupfermangel imitiert Eisenmangel und verursacht neurologische Symptome. Bei der erblichen Wilson-Krankheit lagert sich Kupfer in Leber und Gehirn ab; Östrogene erhöhen dagegen das Transporteiweiß Ceruloplasmin und damit den Blutwert. Direktmessung im Vollblut.
Wie Kupfer im Körper wirkt
Kupfer wird im Dünndarm aufgenommen, in der Leber in Ceruloplasmin eingebaut und so im Blut verteilt; überschüssiges Kupfer gibt die Leber über die Galle ab. In den Enzymen wechselt Kupfer zwischen zwei Ladungszuständen und überträgt dabei Elektronen: Ceruloplasmin macht Eisen transportfähig, die Cytochrom-c-Oxidase schließt die Atmungskette ab, die Lysyloxidase vernetzt Kollagen und Elastin, die Superoxiddismutase entschärft Superoxid, und die Dopamin-β-Hydroxylase bildet Noradrenalin.
Kupfer niedrig – was passiert im Körper?
Ist wenig Kupfer da, wird Eisen schlechter aus den Speichern freigesetzt und auf Transferrin geladen – es entsteht eine Blutarmut, die einer Eisenmangel-Blutarmut ähnelt, und die Zahl weißer Blutkörperchen kann sinken. Bindegewebe und Gefäße werden weniger stabil vernetzt, die Energiegewinnung in den Mitochondrien lässt nach, und im Rückenmark können Nervenbahnen geschädigt werden (Gangunsicherheit, Kribbeln). Ursachen sind etwa sehr hohe Zinkzufuhr, Magen-Darm-Operationen und eine gestörte Aufnahme.
Kupfer hoch – was passiert im Körper?
Freies Kupfer fördert die Bildung reaktiver Sauerstoffverbindungen. Kann die Leber Kupfer nicht über die Galle ausscheiden, wie bei der erblichen Wilson-Krankheit, lagert es sich in Leber, Gehirn und Augen ab. Erhöhte Werte im Blut ohne Überladung entstehen dagegen häufig durch mehr Ceruloplasmin – bei Entzündungen, in der Schwangerschaft und unter östrogenhaltigen Präparaten.
Die Einordnung steht in deinem Befund.
Auch bekannt als: kupfer, cu, ceruloplasmin, kupfermangel, kupferüberschuss, wilson
Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird
- Erschöpfung
- Anämie (therapieresistent)
- Neurologie (Kribbeln, Schwäche)
- Knochenprobleme
- Haarausfall
- Immunschwäche
- Gangunsicherheit
Analysen, die diesen Wert enthalten
Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.
Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.
