Kalium (intrazellulär)
Hauptkation im Intrazellulärraum. Essenziell für Herzrhythmus, Muskelkontraktion und Nervenimpulse. Kaliumverluste entstehen etwa durch Erbrechen, Durchfall oder entwässernde Medikamente (Diuretika); Stresshormone verschieben Kalium vorübergehend in die Zellen.
Was Kalium in der Zelle macht
Fast das gesamte Kalium im Körper befindet sich in den Zellen, vor allem in den Muskeln. Die Natrium-Kalium-Pumpe in jeder Zellmembran befördert unter Verbrauch von ATP drei Natrium-Ionen hinaus und zwei Kalium-Ionen hinein. Durch offene Kaliumkanäle strömt ein Teil des Kaliums wieder nach außen; so entsteht die elektrische Spannung an der Zellmembran, das Ruhepotenzial. Davon hängt ab, wie Nerven Impulse weiterleiten, wie Muskeln sich zusammenziehen und wie regelmäßig das Herz schlägt. Insulin und Adrenalin verschieben Kalium in die Zellen, das Hormon Aldosteron sorgt dafür, dass die Nieren überschüssiges Kalium ausscheiden. In der Zelle wird Kalium außerdem für die Eiweißbildung und die Einlagerung von Glykogen gebraucht.
Kalium niedrig – was passiert im Körper?
Fehlt Kalium, verändert sich das Ruhepotenzial der Zellen: Nerven und Muskeln lassen sich schwerer erregen. Die Skelettmuskulatur wird schwach und neigt zu Krämpfen, die Darmmuskulatur arbeitet träger (Verstopfung), und am Herzen können Rhythmusstörungen auftreten. Die Bauchspeicheldrüse schüttet weniger Insulin aus, und die Nieren können den Urin schlechter konzentrieren. Ursachen sind Verluste über Erbrechen, Durchfall, Abführmittel oder entwässernde Medikamente, ein Überschuss an Aldosteron sowie ein Magnesiummangel, bei dem die Nieren mehr Kalium verlieren.
Kalium hoch – was passiert im Körper?
Ein hoher Kaliumgehalt in den Zellen zeigt gut gefüllte Speicher. Kritisch wird es, wenn Kalium außerhalb der Zellen ansteigt: Das Ruhepotenzial wird flacher, Nerven- und Muskelzellen sind zuerst übererregbar und dann schlechter erregbar, es können Kribbeln und Muskelschwäche auftreten, und die Erregungsleitung im Herzen wird verlangsamt. Ursachen sind eine verminderte Ausscheidung über die Nieren, Medikamente, die die Kaliumausscheidung bremsen, ein Mangel an Aldosteron sowie Übersäuerung oder Zellzerfall, bei denen Kalium aus den Zellen austritt.
Die Einordnung steht in deinem Befund.
Auch bekannt als: kalium, potassium, k
Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird
- Herzrhythmusstörungen
- Muskelkrämpfe
- Schwäche
- Obstipation
- Erschöpfung
- Muskelschwäche
- Kribbeln
Analysen, die diesen Wert enthalten
Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.
Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.
