Eisen
Ferritin ist der Eisenspeicher und der empfindlichste Marker bei Eisenmangel – sinkt lange bevor Hämoglobin oder MCV auffällig werden. Viele Menschen haben Symptome wie Haarausfall, Erschöpfung und Restless Legs, obwohl Blutbild und Hämoglobin noch normal sind. Der Referenzbereich steht in deinem Befund.
Wie Eisen im Körper wirkt
Rund zwei Drittel des Körpereisens stecken im Hämoglobin der roten Blutkörperchen, das Sauerstoff von der Lunge zu den Geweben trägt; ein weiterer Teil steckt im Myoglobin der Muskeln und in den Enzymen der Mitochondrien, die Energie erzeugen. Eisen wird im Zwölffingerdarm aufgenommen, im Blut von Transferrin transportiert und als Ferritin gespeichert. Aktiv ausscheiden kann der Körper Eisen kaum – gesteuert wird nur die Aufnahme, über das Leberhormon Hepcidin. Bei Entzündungen steigt Hepcidin, die Aufnahme sinkt, und Ferritin steigt als Teil der Entzündungsreaktion mit an.
Eisen niedrig – was passiert im Körper?
Zuerst leeren sich die Speicher (Ferritin sinkt), dann fehlt Eisen für die Blutbildung: Die roten Blutkörperchen werden kleiner und enthalten weniger Hämoglobin, das Blut transportiert weniger Sauerstoff. Das zeigt sich in Erschöpfung, Kurzatmigkeit bei Belastung, Herzklopfen und Blässe. Eisenabhängige Enzyme in Haarwurzeln, Haut, Nägeln und Gehirn arbeiten schlechter – Haarausfall, brüchige Nägel, eingerissene Mundwinkel, Konzentrationsstörungen und unruhige Beine (Restless Legs) können folgen. Ursachen sind Blutverluste (zum Beispiel durch die Menstruation), eine geringe Zufuhr, ein erhöhter Bedarf (Schwangerschaft, Wachstum, Sport) oder eine gestörte Aufnahme.
Eisen hoch – was passiert im Körper?
Weil Eisen kaum ausgeschieden wird, lagert sich ein Überschuss in Leber, Herz, Bauchspeicheldrüse und Gelenken ab; freies Eisen erzeugt dort reaktive Sauerstoffverbindungen und damit oxidativen Stress. Die häufigste angeborene Ursache ist die Hämochromatose. Erhöhte Speicherwerte kommen außerdem bei Entzündungen, Lebererkrankungen und Stoffwechselstörungen vor, ohne dass zu viel Eisen im Körper ist – deshalb werden Ferritin, Transferrinsättigung und Entzündungswerte gemeinsam betrachtet.
Auch bekannt als: ferritin, iron, fe, hämoglobin, hb, eisenmangel
Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird
- Haarausfall
- Erschöpfung
- Blässe
- Restless Legs
- Konzentrationsprobleme
- Kurzatmigkeit
- Brüchige Nägel
- Herzklopfen
Analysen, die diesen Wert enthalten
Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.
Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.
