Calcium (intrazellulär)
Häufigster Mineralstoff. Essenziell für Knochen, Muskelkontraktion, Nervensignale und Blutgerinnung. Intrazelluläres Kalzium-Signal regelt Zellfunktion.
Wie Calcium im Körper wirkt
Fast das gesamte Calcium ist als Hydroxylapatit im Knochen gespeichert; der kleine Rest im Blut und in den Zellen erfüllt die Signalaufgaben. Parathormon, Calcitriol (aktives Vitamin D) und Calcitonin halten den Blutspiegel in engen Grenzen, indem sie Aufnahme im Darm, Rückgewinnung in den Nieren und Freisetzung aus dem Knochen regeln. In den Zellen ist freies Calcium sehr niedrig; strömt es kurz ein, löst es Muskelkontraktion, die Ausschüttung von Botenstoffen an Nervenenden und die Hormonfreisetzung aus. Auch die Blutgerinnung braucht Calcium; Magnesium wirkt als Gegenspieler.
Calcium niedrig – was passiert im Körper?
Sinkt Calcium im Blut, werden Nerven und Muskeln übererregbar: Kribbeln um den Mund und an den Fingern, Muskelkrämpfe und Herzrhythmusstörungen können folgen. Die Nebenschilddrüsen schütten mehr Parathormon aus, das Calcium aus dem Knochen holt – auf Dauer sinkt die Knochendichte. Ursachen sind zu wenig Vitamin D oder Magnesium, eine Unterfunktion der Nebenschilddrüsen, Nierenerkrankungen und eine geringe Zufuhr.
Calcium hoch – was passiert im Körper?
Steigt Calcium im Blut, wird die Erregbarkeit gedämpft: Müdigkeit, Muskelschwäche, Verstopfung, Übelkeit, starker Durst und vermehrtes Wasserlassen können folgen, und Calcium kann sich in Nieren und Gefäßen ablagern. Häufige Ursachen sind eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen und eine Überversorgung mit Vitamin D; andere Ursachen werden ärztlich abgeklärt.
Die Einordnung steht in deinem Befund.
Auch bekannt als: calcium, kalzium, ca
Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird
- Muskelkrämpfe
- Kribbeln
- Herzrhythmusstörungen
- Schlafstörungen
- Knochenschwäche
Analysen, die diesen Wert enthalten
Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.
Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.
