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Virusreaktivierung EBV, CMV, VZV (ELISpot)

Das Epstein-Barr-Virus (EBV), das Zytomegalievirus (CMV) und das Varizella-Zoster-Virus (VZV) gehören zur Familie der Herpesviren. Die meisten Erwachsenen haben sich im Lauf des Lebens mit einem oder mehreren davon angesteckt. Nach der Erstinfektion bleiben diese Viren lebenslang in ruhender Form im Körper. Beim viralen Reaktivierungsscreen wird mit dem ELISpot-Verfahren untersucht, ob das Immunsystem gerade aktiv gegen diese drei Viren arbeitet. Dafür werden lebende Abwehrzellen aus Citratblut gebraucht, die das Labor rasch erreichen müssen – deshalb ist ein Expressversand nötig. Im Testkatalog steht der Test als virales CFS- und als virales PCS-Reaktivierungsscreen.

Wie Herpesviren im Körper ruhen und wieder erwachen

Jedes der drei Viren hat sein Versteck: EBV ruht in B-Lymphozyten, CMV in Monozyten und ihren Vorläuferzellen im Knochenmark, VZV in den Nervenknoten neben dem Rückenmark und an den Hirnnerven. In dieser Ruhephase (Latenz) bilden die Viren kaum Bestandteile, die das Immunsystem erkennt. Spezialisierte T-Zellen halten sie dauerhaft in Schach: Sobald eine infizierte Zelle wieder Virusbestandteile bildet, erkennen und beseitigen sie diese. Lässt diese Kontrolle nach – etwa bei starkem körperlichem oder seelischem Stress, anderen Infektionen, Medikamenten, die das Immunsystem dämpfen, oder im höheren Alter –, können die Viren wieder aktiv werden und sich vermehren. Das nennt man Reaktivierung.

Was der ELISpot bei EBV, CMV und VZV misst

ELISpot steht für Enzyme-Linked Immunospot. Im Labor werden T-Zellen aus dem Blut mit Bestandteilen der drei Viren zusammengebracht. T-Zellen, die diese Bestandteile wiedererkennen, schütten Botenstoffe wie Interferon-gamma aus. Jede reagierende Zelle hinterlässt auf einer speziellen Membran einen gefärbten Punkt, der gezählt wird. Anders als Antikörper im Blut, die oft jahrelang nach einer Infektion bestehen bleiben, zeigt der ELISpot die aktuelle zelluläre Abwehrreaktion. Werden Bestandteile verwendet, die das Virus nur in seiner aktiven Vermehrungsphase bildet, weist eine starke Reaktion darauf hin, dass sich das Immunsystem gerade mit einem wieder aktiv gewordenen Virus auseinandersetzt.

Virusreaktivierung nachweisbar – was passiert im Körper?

Wird ein Virus wieder aktiv, vermehrt es sich in seinen Wirtszellen und setzt neue Viruspartikel frei. Das Immunsystem antwortet mit T-Zellen und Botenstoffen wie Interferonen, die im ganzen Körper wirken: Erschöpfung, Krankheitsgefühl, geschwollene Lymphknoten, Halsschmerzen oder leichtes Fieber können die Folge sein. Bei EBV können sich die Lymphknoten und die Milz vergrößern. Eine VZV-Reaktivierung zeigt sich oft als Gürtelrose mit brennenden Schmerzen und Bläschen entlang eines Nervs, kann aber auch ohne Hautzeichen ablaufen. Bei ME/CFS und Long-/Post-COVID wurden in Studien Hinweise auf EBV-Reaktivierungen häufiger beobachtet; ob sie die Beschwerden auslösen oder Folge einer geschwächten Immunkontrolle sind, ist noch umstritten.

Keine Virusreaktivierung nachweisbar – was bedeutet das?

Zeigt der ELISpot keine auffällige Reaktion auf Bestandteile der aktiven Virusphase, spricht das dagegen, dass sich das Immunsystem zum Zeitpunkt der Blutabnahme verstärkt mit einer Reaktivierung von EBV, CMV oder VZV auseinandersetzt. Die Viren können trotzdem in ruhender Form vorhanden sein – das ist bei den meisten Erwachsenen der Fall und an sich unauffällig. Reaktivierungen können in Schüben verlaufen, deshalb bildet das Ergebnis einen Zeitpunkt ab. Weil der Test von lebenden Zellen abhängt, beeinflussen auch Transportzeit und Probenqualität das Ergebnis. Zusammen mit Antikörperbefunden und den Werten des Autoantikörperscreens entsteht ein vollständigeres Bild.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: elispot zum nachweis der häufigsten akuten reaktivierungen (ebv, cmv, vzv), virales cfs-reaktivierungsscreen, virales pcs-reaktivierungsscreen, ebv-reaktivierung, cmv-reaktivierung, vzv-reaktivierung

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Anhaltende Erschöpfung
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Wiederkehrende Halsschmerzen
  • Verschlechterung nach Belastung
  • Brennende Hautschmerzen mit Bläschen

Analysen, die diesen Wert enthalten

Für diesen Wert ist derzeit keine Analyse im Shop hinterlegt. Eine Heilpraktikerin oder ein Arzt aus dem ORY Experten-Netzwerk kann dir sagen, wie er sich sonst bestimmen lässt.

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