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Tyrosin

Direkte Vorstufe von Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin und Schilddrüsenhormonen. Wird aus Phenylalanin synthetisiert.

Was Tyrosin im Körper macht

Tyrosin stammt aus der Nahrung oder wird in der Leber aus Phenylalanin gebildet. In Nervenzellen und im Nebennierenmark macht die Tyrosin-Hydroxylase mit BH4 und Eisen daraus L-Dopa – der Schritt, der das Tempo der ganzen Kette bestimmt. Mit Vitamin B6 entsteht Dopamin, mit Vitamin C und Kupfer Noradrenalin, und im Nebennierenmark wird daraus mit einer Methylgruppe aus SAM Adrenalin; Cortisol regt diesen letzten Schritt an. In der Schilddrüse werden Tyrosinreste des Eiweißes Thyreoglobulin mit Jod beladen und zu T4 und T3 verknüpft. In den Pigmentzellen bildet das kupferhaltige Enzym Tyrosinase aus Tyrosin Melanin. Abgebaut wird Tyrosin in der Leber mit Vitamin B6 und Vitamin C zu Fumarat und Acetoacetat.

Tyrosin niedrig – was passiert im Körper?

Bei normaler Versorgung ist die Tyrosin-Hydroxylase weitgehend mit Tyrosin gesättigt. Feuern Nervenzellen aber unter starker Belastung lange und viel, wird mehr Dopamin und Noradrenalin verbraucht, und in Studien begrenzte die Tyrosin-Verfügbarkeit dann die Nachbildung. Für die Schilddrüsenhormone ist die Jodversorgung meist entscheidender als das Tyrosin. Niedrige Werte kommen bei geringer Eiweißzufuhr vor, bei Phenylketonurie, weil die Leber dann kein Tyrosin aus Phenylalanin bilden kann, und wenn wenig BH4 vorhanden ist.

Tyrosin hoch – was passiert im Körper?

Mehr Tyrosin führt nicht automatisch zu mehr Botenstoffen, weil die Tyrosin-Hydroxylase durch ihre eigenen Produkte gebremst wird. Erhöhte Werte entstehen, wenn der Abbau in der Leber gebremst ist: bei eingeschränkter Leberfunktion, bei Vitamin-C-Mangel, weil ein Abbauenzym Vitamin C braucht, vorübergehend bei Neugeborenen, deren Leberenzyme noch nicht ausgereift sind, und bei den seltenen angeborenen Tyrosinämien, bei denen sich Tyrosin und je nach Form schädliche Abbauprodukte in Leber, Nieren, Augen oder Haut anreichern.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: tyrosine, tyr

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Schilddrüsenproblem
  • Depressive Stimmung
  • Erschöpfung bei Stress

Analysen, die diesen Wert enthalten

Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.

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Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.