Triglyzeride
Blutfette, die aus Nahrungsfett stammen oder in der Leber gebildet werden – unter anderem aus überschüssigen Kohlenhydraten und Alkohol. Triglyzeride werden in der Herz-Kreislauf- und Bauchspeicheldrüsen-Diagnostik mit angesehen. Die Einordnung steht in deinem Befund. Werden zusammen mit den Blutzuckerwerten betrachtet.
Was Triglyzeride im Körper machen
Triglyzeride bestehen aus Glycerin und drei Fettsäuren und sind die wichtigste Energiereserve des Körpers, gespeichert im Fettgewebe. Im Blut reisen sie in zwei Partikelarten: Nach einer Mahlzeit verpackt der Darm Nahrungsfett in Chylomikronen, die über die Lymphe ins Blut gelangen; die Leber gibt VLDL ab, das Triglyzeride aus Fettsäuren des Fettgewebes und aus überschüssigen Kohlenhydraten, Fruchtzucker und Alkohol enthält. An den Kapillarwänden von Muskeln, Herz und Fettgewebe spaltet die Lipoproteinlipase die Triglyzeride, und die Zellen nehmen die Fettsäuren auf – zur Verbrennung oder Speicherung. Insulin aktiviert diesen Weg im Fettgewebe und bremst zugleich die Freisetzung gespeicherter Fettsäuren.
Triglyzeride niedrig – was passiert im Körper?
Niedrige Triglyzeride zeigen, dass wenig Chylomikronen und VLDL im Blut unterwegs sind und die Lipoproteinlipase die Fettsäuren zügig an die Gewebe verteilt. Das ist nüchtern, bei hoher Insulinempfindlichkeit und bei regelmäßiger Bewegung zu erwarten, wenn Muskeln viele Fettsäuren verbrennen. Niedrige Werte kommen auch bei Mangelernährung, einer Schilddrüsenüberfunktion und Störungen der Fettaufnahme im Darm vor, sehr selten bei erblichen Störungen der Lipoproteinbildung. Für sich genommen haben niedrige Triglyzeride meist keine eigene Bedeutung.
Triglyzeride hoch – was passiert im Körper?
Erhöhte Triglyzeride entstehen, wenn mehr triglyzeridreiche Partikel gebildet als abgebaut werden. Bei Insulinresistenz bremst Insulin die Fettfreisetzung im Fettgewebe schlechter; mehr Fettsäuren erreichen die Leber, die sie als VLDL ausschleust oder einlagert, und gleichzeitig fördert viel Insulin dort die Neubildung von Fett. Das CETP tauscht dann Triglyzeride gegen Cholesterin aus HDL und LDL – HDL sinkt, und es entstehen kleine, dichte LDL-Partikel. Sehr hohe Werte mit vielen Chylomikronen können die Bauchspeicheldrüse entzünden und gelbliche Knötchen in der Haut hervorrufen. Ursachen sind unter anderem Insulinresistenz und Diabetes, Alkohol, eine Schilddrüsenunterfunktion, Nierenerkrankungen, Medikamente und erbliche Störungen der Lipoproteinlipase.
Auch bekannt als: triglyceride, neutralfette
Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird
- Herzerkrankung
- Pankreatitis
- Metabolisches Syndrom
- Fettleber
- Bauchschmerzen
- Xanthome
Analysen, die diesen Wert enthalten
Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.
Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.
