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Trichomonas vaginalis

Sexuell übertragbarer Parasit – häufigste nicht-virale STI weltweit. Gelb-grüner, schaumiger Fluor, Juckreiz.

Wie Trichomonas vaginalis lebt

Trichomonas vaginalis ist ein Geißeltierchen, das keine widerstandsfähige Dauerform bildet und außerhalb des Körpers schnell austrocknet. Deshalb wird es fast ausschließlich beim Geschlechtsverkehr übertragen. Bei Frauen besiedelt es Scheide, Harnröhre und Gebärmutterhals, bei Männern Harnröhre und Prostata. Es lebt ohne Sauerstoff und gewinnt Energie in eigenen Zellbausteinen, den Hydrogenosomen. Für sein Wachstum braucht es viel Eisen, das es aus roten Blutkörperchen und eisenbindenden Eiweißen holt; während der Menstruation bildet es in Studien vermehrt Haftproteine.

Wie Trichomonas auf Schleimhaut und Immunsystem wirkt

Trichomonaden heften sich an die Schleimhautzellen, verformen sich dabei amöbenartig und schädigen die Zellen mit eiweißspaltenden Enzymen und durch direkten Kontakt. Sie fressen auch Laktobazillen, wodurch der pH-Wert in der Scheide steigt. Anders als bei der bakteriellen Vaginose wandern viele neutrophile Granulozyten ein – es entsteht eine echte Entzündung mit Rötung, Brennen und Ausfluss; am Gebärmutterhals können punktförmige Blutungen sichtbar werden. Gleichzeitig zerlegen die Erreger Antikörper und entgehen dem Komplementsystem. Viele Infektionen verlaufen trotzdem ohne Beschwerden, besonders bei Männern.

Was passiert, wenn Trichomonas vaginalis lange unbemerkt bleibt?

Bei Frauen kann die Infektion über Monate bis Jahre bestehen bleiben. Die anhaltende Entzündung lockt Abwehrzellen in die Schleimhaut und macht sie durchlässiger; in Studien wurde eine Trichomonaden-Infektion deshalb mit einem höheren Risiko für die Übertragung und den Erwerb von HIV in Verbindung gebracht, außerdem mit Frühgeburten und niedrigem Geburtsgewicht. Bei Männern kann sie Harnröhren- und Prostataentzündungen auslösen. Trichomonaden tragen häufig selbst Viren oder Mykoplasmen in sich, die die Entzündungsreaktion zusätzlich verstärken können.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: trichomonas, trichomoniasis

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Vaginaler Ausfluss
  • Juckreiz
  • Brennen
  • Dyspareunie
  • Brennen beim Wasserlassen

Analysen, die diesen Wert enthalten

Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.

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Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.