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Suberinat (Suberinsäure, Korksäure)

Suberinat, das Salz der Suberinsäure (Korksäure, Octandisäure), ist eine Dicarbonsäure mit acht Kohlenstoffatomen – eine organische Säure, die beim Abbau von Fettsäuren entsteht. Gemessen wird Suberinat im Urin. In den Evidenzprofilen zu Burnout, Erschöpfung, Stress, Depression, Long-/Post-COVID und Migräne gehört es zur Gruppe „Mitochondriale Dysfunktion“, zusammen mit Laktat, Pyruvat, Citrat und L-Carnitin. Kleine Mengen werden ständig ausgeschieden. Der Wert zeigt, ob die Mitochondrien mit dem Abbau von Fettsäuren Schritt halten oder ob der Körper auf einen Ausweichweg zurückgreift.

Wie Suberinat im Körper entsteht

Fettsäuren sind eine der wichtigsten Energiequellen, vor allem für Herz und Muskulatur. Normalerweise werden sie mit Hilfe von L-Carnitin in die Mitochondrien geschleust und dort in der β-Oxidation Schritt für Schritt zu Acetyl-CoA abgebaut, das in den Citratzyklus eintritt. Dafür werden unter anderem Vitamin B2 in Form von FAD und Vitamin B3 in Form von NAD gebraucht. Kommen mehr Fettsäuren an, als die Mitochondrien verarbeiten können, oder ist die β-Oxidation gebremst, oxidieren Enzyme im endoplasmatischen Retikulum die Fettsäuren vom anderen Ende her (ω-Oxidation). Es entstehen Dicarbonsäuren, die in den Peroxisomen verkürzt werden – zu Adipinsäure, Suberinsäure und Sebacinsäure, die mit dem Urin ausgeschieden werden.

Suberinat erhöht – was passiert im Körper?

Ein erhöhter Wert zeigt, dass der Ausweichweg verstärkt genutzt wird. Das kann zwei Gründe haben: Es fallen besonders viele Fettsäuren an – etwa beim Fasten, bei sehr kohlenhydratarmer, ketogener Ernährung, bei langer körperlicher Belastung, bei entgleistem Diabetes oder nach Verzehr mittelkettiger Fette (MCT-Öl). Oder die β-Oxidation in den Mitochondrien ist gebremst, zum Beispiel bei einem Mangel an L-Carnitin oder Vitamin B2 oder – selten – bei angeborenen Störungen des Fettsäureabbaus. Im zweiten Fall gewinnen die Zellen weniger Energie aus Fett und sind stärker auf Zucker angewiesen. Das kann sich in rascher Erschöpfung, geringer Belastbarkeit und Muskelschwäche zeigen. Laktat, Pyruvat und Carnitin helfen bei der Einordnung.

Suberinat niedrig – was bedeutet das?

Ein niedriger Wert ist der Normalfall. Er zeigt, dass die Mitochondrien die anfallenden Fettsäuren über die β-Oxidation bewältigen und der Ausweichweg über die ω-Oxidation kaum gebraucht wird. Eine eigenständige Bedeutung sehr niedriger Werte ist wissenschaftlich nicht belegt. Weil die Ausscheidung stark davon abhängt, wie viele Fettsäuren gerade abgebaut werden, spielen auch die Umstände der Probenahme eine Rolle: Nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit nutzt der Körper vorwiegend Zucker, und es entsteht wenig Suberinat. Deshalb wird der Wert nicht allein, sondern zusammen mit den übrigen Markern des Energiestoffwechsels betrachtet.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: suberinat, suberinsäure, korksäure, octandisäure, suberic acid, dicarbonsäuren

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Erschöpfung
  • Geringe Belastbarkeit
  • Muskelschwäche
  • Muskelschmerzen nach Belastung
  • Konzentrationsstörungen

Analysen, die diesen Wert enthalten

Für diesen Wert ist derzeit keine Analyse im Shop hinterlegt. Eine Heilpraktikerin oder ein Arzt aus dem ORY Experten-Netzwerk kann dir sagen, wie er sich sonst bestimmen lässt.

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Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.