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Serin

Aminosäure für Phospholipidsynthese (Phosphatidylserin), Myelinsynthese und Neurotransmitter-Vorstufe (D-Serin an NMDA-Rezeptoren).

Was Serin im Körper macht

Serin kann der Körper aus einem Zwischenprodukt des Zuckerabbaus (3-Phosphoglycerat) selbst bilden; im Gehirn übernehmen das vor allem die Stützzellen. Serin ist Ausgangspunkt mehrerer Wege: Mit Folat und Vitamin B6 wird es zu Glycin und gibt dabei eine Kohlenstoffeinheit ab, die für den Bau von Erbsubstanz und für Methylierungen gebraucht wird. Zusammen mit einer Fettsäure bildet es die Sphingolipide, zu denen Sphingomyelin gehört, ein Hauptbestandteil der Myelinscheiden um die Nervenfasern. Phosphatidylserin sitzt auf der Innenseite der Zellmembranen; erscheint es außen, ist das für Fresszellen das Signal, eine absterbende Zelle abzuräumen. Mit Homocystein und Vitamin B6 ist Serin am Weg zu Cystein beteiligt. Im Gehirn wird ein Teil zu D-Serin umgebaut, das am NMDA-Rezeptor als Mitspieler von Glutamat wirkt.

Serin niedrig – was passiert im Körper?

Ist wenig Serin verfügbar, greift das Enzym, das Sphingolipide bildet, ersatzweise auf Alanin oder Glycin zurück. Dabei entstehen Desoxysphingolipide, die nicht weiter abgebaut werden können und Nervenzellen schädigen; dieses Geschehen ist bei einer erblichen Form der Nervenschädigung beschrieben und wurde in Studien auch bei Nervenschäden durch Diabetes beobachtet. Zugleich entstehen weniger Glycin und weniger Kohlenstoffeinheiten für den Folatstoffwechsel. Seltene angeborene Störungen der Serinbildung beeinträchtigen die Entwicklung des Nervensystems und gehen mit Krampfanfällen einher.

Serin hoch – was bedeutet das?

Ein mäßig erhöhter Wert hat in der Regel keine eigene bekannte Folge. Er kann zeigen, dass weniger Serin zu Glycin und Cystein weiterverarbeitet wird – diese Schritte brauchen Folat und Vitamin B6 –, oder dass mit eiweißreichen Mahlzeiten mehr Serin aufgenommen wurde. Für das Gehirn ist vor allem das dort gebildete D-Serin bedeutsam, dessen Menge der Blutwert nicht direkt widerspiegelt.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: serine, ser

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Brain Fog
  • Konzentrationsprobleme
  • Nervenschäden
  • Kribbeln / Taubheit

Analysen, die diesen Wert enthalten

Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.

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Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.