Schimmelpilze / Mykotoxine
Mykotoxine sind Giftstoffe von Schimmelpilzen (Aspergillus, Penicillium, Stachybotrys). Sie können über belastete Lebensmittel oder feuchte Raumluft in den Körper gelangen; je nach Gift und Menge werden Wirkungen unter anderem auf Leber, Nieren und Immunsystem beschrieben. Wie stark Mykotoxine aus der Raumluft wirken, ist wissenschaftlich umstritten. Der Zytokin-Release-Test misst die zelluläre Immunantwort auf 12 Schimmelpilze und 13 Mykotoxine. Ausschließlich als Praxis-Test verfügbar.
Was Mykotoxine im Körper machen
Mykotoxine sind Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, die der Pilz nicht zum Wachsen braucht, sondern unter anderem gegen konkurrierende Mikroorganismen einsetzt. Jede Gruppe wirkt auf ihre eigene Weise: Aflatoxin B1 aus Aspergillus wird in der Leber durch Cytochrom-Enzyme in eine reaktive Form umgewandelt, die sich an die DNA bindet. Ochratoxin A aus Aspergillus und Penicillium hängt sich an Albumin, bleibt dadurch lange im Blut und reichert sich in den Nieren an. Trichothecene, etwa aus Stachybotrys oder Fusarium, blockieren die Ribosomen und hemmen damit die Eiweißbildung, besonders in sich schnell teilenden Zellen wie Darmschleimhaut und Abwehrzellen. Am besten untersucht ist die Aufnahme über belastete Lebensmittel.
Wie das Immunsystem auf Schimmelpilze reagiert
Schimmelpilzsporen und Pilzbruchstücke werden vor allem eingeatmet. In den Atemwegen erkennen Fresszellen typische Bausteine der Pilzzellwand, etwa β-Glucane, über eigene Rezeptoren und schütten Botenstoffe aus, die weitere Abwehrzellen anlocken. Daraus können sich unterschiedliche Reaktionen entwickeln: eine Allergie, bei der IgE-Antikörper Mastzellen Histamin freisetzen lassen; eine Entzündung der Lungenbläschen durch wiederholtes Einatmen großer Sporenmengen; oder eine Gedächtnisreaktion von T-Lymphozyten, die beim erneuten Kontakt Entzündungsbotenstoffe bilden. Wie stark Mykotoxine aus feuchten Innenräumen über die Atemluft im Körper wirken, ist wissenschaftlich umstritten; gut belegt ist dagegen, dass feuchte, verschimmelte Räume mit Atemwegsbeschwerden einhergehen.
Was der Nachweis einer Zytokin-Reaktion auf Schimmelpilze zeigt
Beim Zytokin-Release-Test werden Abwehrzellen aus dem Blut im Labor mit Bestandteilen einzelner Schimmelpilze und Mykotoxine zusammengebracht. Haben T-Lymphozyten diese Stoffe schon einmal kennengelernt und ein Gedächtnis gebildet, reagieren sie und geben Entzündungsbotenstoffe ab, die gemessen werden. Eine Reaktion zeigt also, dass das zelluläre Immunsystem auf diesen Pilz oder dieses Gift sensibilisiert ist – nicht, wie viel davon gerade im Körper ist oder wo der Kontakt stattfand. Bleibt eine Reaktion aus, haben die Abwehrzellen auf die getesteten Stoffe kein Gedächtnis gebildet; eine Allergie über IgE-Antikörper oder ein Kontakt mit anderen Pilzarten wird mit diesem Verfahren nicht erfasst.
Die Einordnung steht in deinem Befund.
Auch bekannt als: schimmelpilze, mykotoxine, schimmel, aspergillus, zytokin release
Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird
- Chronische Erschöpfung
- Brain Fog
- Atemwegsbeschwerden
- Kopfschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Stimmungsprobleme
- Sehstörungen
- Schlafstörungen
- Verstopfte Nase
- Husten
Analysen, die diesen Wert enthalten
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