Schilddrüse (TSH/fT3/fT4)
TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon), fT3 (freies Trijodthyronin) und fT4 (freies Thyroxin) bilden das Basisprofil der Schilddrüsenfunktion. TSH reagiert am sensibelsten auf Störungen. fT3 ist das aktive Hormon — seine Konversion aus fT4 erfordert Selen, Zink und Eisen. Die Hashimoto-Thyreoiditis (Anti-TPO, Anti-TG) wird über die Antikörper mit angesehen und ist im Routineblutbild nicht enthalten. Im OM Vital Bluttest messbar.
Was die Schilddrüsenhormone im Körper machen
Die Hirnanhangdrüse schüttet TSH aus und regt damit die Schilddrüse an, vor allem T4 zu bilden. In Leber, Nieren, Muskeln und Gehirn wird T4 in das wirksamere T3 umgewandelt. T3 wirkt in fast jeder Körperzelle: Es bestimmt den Grundumsatz, die Wärmebildung, die Herzfrequenz, die Darmbewegung, den Fett- und Cholesterinstoffwechsel und die Erneuerung von Haut und Haaren. Steigen fT4 und fT3, drosselt die Hirnanhangdrüse die TSH-Ausschüttung – deshalb verhalten sich TSH und die freien Hormone meist gegenläufig.
Zu wenig Schilddrüsenhormon – was passiert im Körper?
Sinken fT4 und fT3, läuft der Stoffwechsel langsamer: Der Körper bildet weniger Wärme (Frieren), das Herz schlägt langsamer, der Darm arbeitet träger (Verstopfung), die Haut wird trocken, Haare wachsen langsamer und fallen vermehrt aus, das Cholesterin steigt, und im Gewebe lagert sich mehr Wasser ein. Antrieb und Konzentration lassen nach. TSH steigt dabei meist an, weil die Hirnanhangdrüse die Schilddrüse stärker antreibt. Eine häufige Ursache ist die Hashimoto-Thyreoiditis.
Zu viel Schilddrüsenhormon – was passiert im Körper?
Steigen fT4 und fT3, läuft der Stoffwechsel schneller: Der Grundumsatz nimmt zu (Gewichtsabnahme trotz Appetit), der Körper bildet mehr Wärme (Schwitzen, Wärmeunverträglichkeit), das Herz schlägt schneller und kann unregelmäßig werden, der Darm arbeitet schneller, die Hände zittern, Unruhe und Schlafstörungen nehmen zu. Auf Dauer wird mehr Knochensubstanz abgebaut. TSH ist dann meist sehr niedrig. Ursachen sind etwa Morbus Basedow, Schilddrüsenknoten, die selbstständig Hormon bilden, oder eine zu hohe Dosis an Schilddrüsenhormon.
Die Einordnung steht in deinem Befund.
Auch bekannt als: schilddrüse, tsh, ft3, ft4, hypothyreose, hyperthyreose
Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird
- Erschöpfung
- Gewichtszunahme
- Kältegefühl
- Haarausfall
- Depression
- Verstopfung
- Brain Fog
- Herzrasen
- Gewichtsverlust
- Schwitzen
- Zittern
- Schlafstörungen
- Trockene Haut
Analysen, die diesen Wert enthalten
Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.
Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.
