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Pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie (Kreuzallergie)

Bei einer pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie richten sich IgE-Antikörper, die ursprünglich gegen Pollen gebildet wurden, auch gegen ähnlich gebaute Eiweiße in pflanzlichen Lebensmitteln. Man spricht von Kreuzreaktion oder Kreuzallergie; die Reaktion im Mund wird orales Allergiesyndrom genannt. Gemessen wird die Sensibilisierung im Serum, im Testkatalog als „pollenassoziierte NMU“ (Nahrungsmittelunverträglichkeit) im Vorscreen B, zusammen mit IgE- und IgG4-Antikörpern gegen Lebensmittel und der DAO. Welche Allergengruppen untersucht wurden, steht im Befund. IgE gegen Lebensmittel allgemein ist auf einer eigenen Seite erklärt.

Wie die Kreuzreaktion zwischen Pollen und Lebensmitteln entsteht

Pflanzen bilden Schutz- und Strukturproteine, die sich über Artgrenzen hinweg stark ähneln. Das wichtigste Birkenpollen-Allergen Bet v 1 gehört zur Familie der PR-10-Proteine; eng verwandte Eiweiße stecken in Apfel (Mal d 1), Haselnuss (Cor a 1), Kirsche (Pru av 1), Karotte (Dau c 1), Sellerie (Api g 1) und Soja (Gly m 4). Hat das Immunsystem über die Atemwege IgE gegen Bet v 1 gebildet, erkennen diese Antikörper auch die verwandten Nahrungsproteine. Weitere kreuzreagierende Gruppen sind die Profiline, die in fast allen Pollen und vielen Pflanzen vorkommen, sowie Allergene aus Beifuß- und Gräserpollen. Auf den Mastzellen bindet das Nahrungseiweiß dann das IgE und löst die Ausschüttung von Histamin aus.

Pollenassoziierte Sensibilisierung nachgewiesen – was passiert im Körper?

Ein Nachweis bedeutet, dass Antikörper gegen kreuzreagierende Pflanzeneiweiße vorhanden sind. PR-10-Proteine und Profiline werden durch Hitze und Magensäure rasch zerstört. Deshalb reagieren vor allem die Schleimhäute im Mund und Rachen, die als Erste mit dem rohen Lebensmittel in Kontakt kommen: Kribbeln, Juckreiz und Schwellung an Lippen, Zunge und Gaumen treten meist innerhalb von Minuten auf. Gekochtes oder gebackenes Obst und Gemüse wird häufig vertragen. Während der Pollensaison sind die Abwehrzellen stärker aktiviert, die Beschwerden können dann zunehmen. Selten fallen Reaktionen stärker aus, in Fallberichten etwa nach großen Mengen Sojadrink. Eine Sensibilisierung ist nicht dasselbe wie eine Allergie: Nicht jeder Nachweis führt zu Beschwerden.

Pollenassoziierte Sensibilisierung nicht nachweisbar – was bedeutet das?

Sind keine Antikörper gegen die untersuchten kreuzreagierenden Allergene nachweisbar, ist eine pollenbedingte Kreuzreaktion als Grund für Beschwerden nach rohem Obst, Gemüse oder Nüssen weniger wahrscheinlich. Allergien gegen hitzestabile Eiweiße, etwa Speicherproteine in Nüssen oder Lipid-Transfer-Proteine, werden über andere Allergengruppen erfasst und sind davon nicht berührt. Auch Beschwerden ohne Beteiligung von IgE – zum Beispiel durch Histamin, Fruktose, Sorbit oder Zusatzstoffe – zeigt dieser Wert nicht an. Gemeinsam mit IgE gegen Lebensmittel, IgG4 und der DAO im Vorscreen lässt sich einordnen, welcher Reaktionsweg zu den Beschwerden passt.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: pollenassoziierte nmu, pollenassoziierte nahrungsmittelallergie, kreuzallergie, orales allergiesyndrom, bet v 1, pr-10

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Kribbeln im Mund nach rohem Obst
  • Juckreiz im Rachen
  • Schwellung der Lippen
  • Heuschnupfen
  • Beschwerden nach Apfel oder Haselnuss

Analysen, die diesen Wert enthalten

Für diesen Wert ist derzeit keine Analyse im Shop hinterlegt. Eine Heilpraktikerin oder ein Arzt aus dem ORY Experten-Netzwerk kann dir sagen, wie er sich sonst bestimmen lässt.

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