Pepsinogen 1
Pepsinogen 1 ist die Vorstufe des eiweißspaltenden Enzyms Pepsin. Es wird von den Hauptzellen im Magenkörper gebildet; ein kleiner Teil gelangt ins Blut und wird im Serum gemessen.
Was Pepsinogen im Körper macht
Im sauren Magensaft wird Pepsinogen zu Pepsin aktiviert, das Nahrungseiweiß in kleinere Stücke zerlegt. Die Menge im Blut spiegelt wider, wie viele Hauptzellen die Magenschleimhaut besitzt – und damit indirekt, wie leistungsfähig sie ist.
Pepsinogen 1 niedrig – was passiert im Körper?
Ein niedriger Wert zeigt, dass weniger Drüsenzellen im Magenkörper vorhanden sind, etwa bei einer Rückbildung der Schleimhaut (atrophische Gastritis) nach langjähriger Helicobacter-Besiedlung oder bei einer autoimmunen Magenschleimhautentzündung. Dann entstehen meist auch weniger Magensäure und Pepsin: Eiweiß wird schlechter vorverdaut, Eisen, Calcium und Vitamin B12 werden schlechter aufgenommen, und mehr Bakterien überstehen die Magenpassage.
Pepsinogen 1 hoch – was bedeutet das?
Erhöhte Werte kommen bei einer aktiven Entzündung der Magenschleimhaut vor, etwa durch Helicobacter pylori, bei vermehrter Säurebildung und unter Säureblockern (Protonenpumpenhemmer). Auch eine eingeschränkte Nierenfunktion kann den Wert erhöhen.
Die Einordnung steht in deinem Befund.
Auch bekannt als: pepsinogen, pepsinogen i, pg1, magenschleimhaut
Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird
- Völlegefühl
- Oberbauchbeschwerden
- Eisenmangel
- Vitamin-B12-Mangel
Analysen, die diesen Wert enthalten
Für diesen Wert ist derzeit keine Analyse im Shop hinterlegt. Eine Heilpraktikerin oder ein Arzt aus dem ORY Experten-Netzwerk kann dir sagen, wie er sich sonst bestimmen lässt.
Experten-Netzwerk ansehenReferenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.
