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Methionin

Schwefelhaltige Aminosäure, Startpunkt des Methylierungszyklus (SAM-Synthese) und Vorläufer von Cystein, Taurin und Glutathion.

Was Methionin im Körper macht

Methionin ist eine unentbehrliche, schwefelhaltige Aminosäure; mit ihr beginnt jede neu gebildete Eiweißkette. Mit Energie aus ATP und mit Magnesium wird Methionin zu S-Adenosylmethionin (SAM), dem wichtigsten Methylgruppenspender des Körpers: SAM methyliert Erbsubstanz und steuert so Gene, ist an der Bildung von Kreatin, Phosphatidylcholin für Zellmembranen und Fetttransport, Adrenalin und Melatonin beteiligt. Übrig bleibt Homocystein. Es wird entweder mit Folat und Vitamin B12 oder mit Betain zu Methionin zurückverwandelt – der Methylierungszyklus schließt sich – oder mit Vitamin B6 zu Cystein abgebaut. Aus Cystein entstehen Glutathion, Taurin und Sulfat.

Methionin niedrig – was passiert im Körper?

Ist wenig Methionin verfügbar, wird weniger SAM gebildet, und Methylierungen laufen langsamer – bei der Bildung von Kreatin ebenso wie von Phosphatidylcholin, das die Leber braucht, um Fett in Lipoproteinen zu verpacken und abzugeben. Über den Abbauweg entsteht weniger Cystein, sodass auch für Glutathion und Taurin weniger Ausgangsmaterial bereitsteht. Niedrige Werte kommen bei geringer Eiweißzufuhr, Mangelernährung und einer Ernährung vor, die vor allem aus Hülsenfrüchten als Eiweißquelle besteht, weil diese wenig Methionin enthalten.

Methionin hoch – was passiert im Körper?

Methionin wird überwiegend in der Leber verarbeitet; ist die Leberfunktion eingeschränkt, steigt der Wert im Blut. Viel Methionin führt zu mehr Homocystein, besonders wenn Folat, Vitamin B12 oder Vitamin B6 knapp sind und Homocystein weder zurückverwandelt noch abgebaut wird. Bei der angeborenen Homocystinurie, bei der der Abbau zu Cystein blockiert ist, stauen sich Methionin und Homocystein gemeinsam an; ein seltener angeborener Engpass bei der SAM-Bildung erhöht allein das Methionin. Nach eiweißreichen Mahlzeiten steigt der Wert vorübergehend.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: methionine, sam, methylierung

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Leberproblem
  • Erschöpfung
  • Depressive Stimmung
  • Haarausfall
  • Erhöhtes Homocystein

Analysen, die diesen Wert enthalten

Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.

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Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.