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Lactobacillus spp.

Milchsäurebakterien, die auch in vielen Probiotika enthalten sind – sie produzieren Milchsäure, senken pH, hemmen Pathogene und produzieren Laktase. In der Scheide prägen sie das saure Milieu; im Darm leben sie vor allem im Dünndarm, im Dickdarm sind sie nur ein kleiner Teil der Flora.

Was Laktobazillen im Darm machen

Laktobazillen vergären Zucker zu Milchsäure, teils auch zu Acetat und Ethanol, und senken so den pH-Wert ihrer Umgebung. Im Darm leben sie vor allem im Dünndarm und in geringerer Zahl im Dickdarm. Sie besetzen Haftstellen an der Schleimhaut, bilden Bakteriocine – Eiweiße, die andere Bakterien hemmen – und spalten mit dem Enzym Beta-Galaktosidase Milchzucker. In der Scheide prägen einige Arten das saure Milieu, das unerwünschte Keime zurückhält. Seit 2020 ist die frühere Sammelgattung Lactobacillus in mehrere Gattungen aufgeteilt, etwa Lactiplantibacillus und Limosilactobacillus; im Befund werden sie häufig weiter unter dem alten Namen zusammengefasst.

Laktobazillen niedrig – was passiert im Darm?

Bei wenig Laktobazillen entsteht im Dünndarm weniger Milchsäure, Haftstellen bleiben frei, und andere Keime können sich leichter ansiedeln. Laktat dient im Dickdarm zudem bestimmten Bakterien als Rohstoff für Butyrat, sodass dieser Nachschub geringer ausfällt. Die Menge sinkt häufig nach Antibiotika. In der Scheide führt ein Rückgang der Laktobazillen dazu, dass der pH-Wert steigt und sich andere Bakterien wie Gardnerella vermehren können.

Laktobazillen hoch – was passiert im Darm?

Hohe Mengen im Stuhl zeigen eine kräftige Milchsäurebildung; der Darminhalt wird saurer. Erhöhte Werte wurden in Studien unter Säureblockern (Protonenpumpenhemmern) beobachtet, weil dann mehr Bakterien aus Mund und Magen lebend in den Darm gelangen, außerdem bei regelmäßigem Verzehr fermentierter Lebensmittel. Sehr selten, etwa nach ausgedehnten Darmoperationen, kann sich die Form D-Laktat im Körper anreichern.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: lactobacillus, milchsäurebakterien, l. acidophilus, l. reuteri

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Blähungen
  • Diarrhö
  • Vaginale Infekte
  • Laktoseintoleranz
  • Immunschwäche

Analysen, die diesen Wert enthalten

Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.

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Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.