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IgG4-Antikörper gegen Lebensmittel

IgG4 ist eine von vier Unterklassen der IgG-Antikörper; im Blut ist sie die kleinste davon. Gemessen werden IgG4-Antikörper gegen Nahrungsmittel im Serum – im Testkatalog im „Vorscreen B“ zusammen mit IgE-Antikörpern und der DAO sowie als eigener IgG4-Nahrungsmittelscreen. Die Blutabnahme erfolgt in einer Praxis. Der IgG-Lebensmitteltest erfasst dagegen IgG-Antikörper insgesamt, ohne die Unterklasse IgG4 gesondert auszuweisen; er ist auf einer eigenen Seite erklärt.

Was IgG4-Antikörper im Körper machen

IgG4 entsteht, wenn das Immunsystem einem Eiweiß wiederholt und über längere Zeit begegnet, ohne dass Gefahr droht. Regulierende Botenstoffe wie Interleukin-10 lenken die B-Zellen dann zur Bildung dieser Unterklasse. IgG4 hat besondere Eigenschaften: Es kann seine beiden Arme mit anderen IgG4-Molekülen tauschen, bindet daher meist nur einmal an ein Eiweiß, bildet kaum große Immunkomplexe und aktiviert das Komplementsystem praktisch nicht. Zudem kann es Nahrungseiweiße abfangen, bevor sie an IgE auf Mastzellen binden. IgG4 gilt deshalb als Antikörper der Gewöhnung (Toleranz), nicht der Entzündung.

IgG4 gegen Lebensmittel niedrig – was bedeutet das?

Ein niedriger oder nicht nachweisbarer IgG4-Wert gegen ein Lebensmittel zeigt meist, dass es selten oder gar nicht gegessen wird und das Immunsystem kaum Kontakt damit hatte. Gewöhnung an ein Lebensmittel kann auch über andere Wege entstehen, etwa über regulierende T-Zellen, ohne dass viel IgG4 gebildet wird. Ein niedriger Wert sagt nichts über eine IgE-vermittelte Allergie oder über Unverträglichkeiten wie gegenüber Laktose, Fruktose oder Histamin aus.

IgG4 gegen Lebensmittel erhöht – was passiert im Körper?

Hohe IgG4-Werte gegen ein Lebensmittel spiegeln vor allem häufigen und reichlichen Verzehr wider: Das Immunsystem hat sich intensiv mit dem Eiweiß auseinandergesetzt und eine Gewöhnungsantwort aufgebaut. Bei Kindern, die aus einer Kuhmilch- oder Hühnereiallergie herauswachsen, und während einer Hyposensibilisierung wurde ein Anstieg von IgG4 beobachtet. Diskutiert wird, ob eine durchlässigere Darmschleimhaut mehr Kontakt und damit höhere Werte begünstigt. Ob erhöhte IgG4-Werte gegen Lebensmittel Beschwerden verursachen, ist umstritten: Allergologische Fachgesellschaften werten sie als Zeichen von Kontakt und Toleranz, einzelne Studien bei Reizdarm beobachteten Besserungen nach Weglassen IgG-positiver Lebensmittel. Nicht zu verwechseln ist der Wert mit dem Gesamt-IgG4 bei der IgG4-assoziierten Erkrankung.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: igg4-ak, igg4, igg4-antikörper, igg4-nahrungsmittelscreen, igg4 lebensmittel

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Blähungen nach dem Essen
  • Bauchschmerzen
  • Hautbeschwerden
  • Migräne

Analysen, die diesen Wert enthalten

Für diesen Wert ist derzeit keine Analyse im Shop hinterlegt. Eine Heilpraktikerin oder ein Arzt aus dem ORY Experten-Netzwerk kann dir sagen, wie er sich sonst bestimmen lässt.

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