IgG-Antikörper gegen Lebensmittel (270)
IgG-Antikörper gegen Lebensmittel zeigen, dass das Immunsystem mit Eiweißen aus diesen Lebensmitteln Kontakt hatte. In Studien wurden höhere Werte unter anderem bei durchlässigerer Darmschleimhaut beobachtet. Die Einordnung der Klassen steht in deinem Befund.
Was IgG-Antikörper gegen Lebensmittel anzeigen
Mit jeder Mahlzeit gelangen kleine Mengen unverdauter Nahrungseiweiße an die Darmschleimhaut und zum Teil durch sie hindurch. Das Immunsystem im Darm prüft diese Eiweiße ständig; B-Zellen können darauf mit der Bildung von IgG-Antikörpern antworten, vor allem der Unterklassen IgG1 und IgG4. Solche Antikörper zeigen, dass das Immunsystem mit dem jeweiligen Lebensmittel Kontakt hatte. Sie finden sich auch bei vielen Menschen ohne Beschwerden, und ihre Menge hängt stark davon ab, wie oft und wie viel von einem Lebensmittel gegessen wird. IgG4 wird in der Forschung eher mit Gewöhnung (Toleranz) in Verbindung gebracht. Der Mechanismus unterscheidet sich von der klassischen Lebensmittelallergie, bei der IgE-Antikörper Mastzellen innerhalb von Minuten zur Ausschüttung von Histamin bringen.
IgG gegen ein Lebensmittel nicht nachgewiesen – was bedeutet das?
Gegen dieses Lebensmittel hat das Immunsystem keine messbaren IgG-Antikörper gebildet. Häufig wird das Lebensmittel selten oder gar nicht gegessen, sodass kaum Kontakt bestand. Ein fehlender IgG-Nachweis sagt nichts über andere Reaktionswege aus – etwa über IgE-vermittelte Allergien oder über Unverträglichkeiten ohne Beteiligung des Immunsystems, wie bei Lactose- oder Fructoseunverträglichkeit.
IgG gegen ein Lebensmittel nachgewiesen – was bedeutet das?
Ein Nachweis zeigt, dass B-Zellen auf Eiweiße dieses Lebensmittels reagiert und IgG gebildet haben. Je mehr Nahrungseiweiß das Immunsystem im Darm erreicht, desto mehr IgG kann entstehen – bei häufigem Verzehr und in Studien auch dann, wenn die Darmschleimhaut durchlässiger ist, etwa bei Entzündungen des Darms. IgG-Antikörper können mit dem Nahrungseiweiß Immunkomplexe bilden, die normalerweise von Fresszellen abgeräumt werden. Ob und wie stark erhöhte IgG-Spiegel mit Beschwerden zusammenhängen, wird in Studien unterschiedlich bewertet; ein Nachweis ist für sich allein kein Beleg für eine Allergie oder Unverträglichkeit.
Auch bekannt als: igg, igg-antikörper, nahrungsmittelunverträglichkeit, food intolerance
Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Blähungen
- Hautprobleme
- Brain Fog
- Migräne
Analysen, die diesen Wert enthalten
Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.
Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.
