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HbA1c & Insulinresistenz

HbA1c (glykiertes Hämoglobin) spiegelt den durchschnittlichen Blutzucker der letzten 3 Monate wider. Aus Nüchterninsulin und Glukose ergibt sich der HOMA-IR-Index, der in der Blutzucker-Diagnostik verwendet wird. Insulinresistenz steht im Zentrum des metabolischen Syndroms und wird zusammen mit Entzündungswerten, Gewicht, PCOS und den Herz-Kreislauf-Werten betrachtet. Venöse Blutentnahme in der Praxis erforderlich.

Was HbA1c und Insulin anzeigen

Glucose dringt frei in die roten Blutkörperchen ein und lagert sich dort ohne Enzym an das Hämoglobin an, vor allem an das Ende seiner Beta-Kette. Diese Glykierung wird nach einem Zwischenschritt dauerhaft und hält, solange das Blutkörperchen lebt – etwa drei bis vier Monate. Wie viel HbA1c entsteht, hängt davon ab, wie hoch der Blutzucker in dieser Zeit lag; die letzten Wochen zählen dabei am stärksten. Insulin aus den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse senkt den Blutzucker: Es holt Glucosetransporter (GLUT4) an die Oberfläche von Muskel- und Fettzellen, hemmt die Zuckerfreisetzung aus der Leber und bremst den Fettabbau. Nüchterninsulin und Glucose zusammen zeigen, wie viel Insulin der Körper für einen stabilen Blutzucker braucht.

HbA1c oder Insulin niedrig – was bedeutet das?

Ein niedriges HbA1c zeigt einen niedrigen durchschnittlichen Blutzucker – oder, dass die roten Blutkörperchen kürzer leben und weniger Zeit zur Glykierung haben. Das ist bei verstärktem Abbau roter Blutkörperchen, nach Blutverlusten, nach Transfusionen und in der Schwangerschaft der Fall; dann liegt der Wert niedriger, als es dem Blutzucker entspricht. Ein niedriges Nüchterninsulin bei normalem Blutzucker zeigt eine hohe Insulinempfindlichkeit: Muskeln und Leber reagieren schon auf wenig Insulin. Ist das Insulin dagegen niedrig, während der Blutzucker hoch liegt, geben die Beta-Zellen zu wenig ab – etwa bei Typ-1-Diabetes oder in späteren Phasen eines Typ-2-Diabetes.

HbA1c oder Insulin hoch – was passiert im Körper?

Bei einer Insulinresistenz reagieren Muskeln, Leber und Fettgewebe schwächer auf Insulin. Die Beta-Zellen gleichen das lange durch mehr Insulin aus, sodass der Blutzucker zunächst normal bleibt, das Nüchterninsulin aber steigt. Die Leber gibt weiter Zucker ab, das Fettgewebe setzt mehr Fettsäuren frei, die Leber verfettet, die Triglyzeride steigen und HDL sinkt; in den Nieren hält viel Insulin Natrium zurück, was den Blutdruck erhöhen kann, und in den Eierstöcken fördert es die Bildung männlicher Hormone. Reicht der Ausgleich nicht mehr, steigen Blutzucker und HbA1c. Länger erhöhter Blutzucker glykiert auch Eiweiße in Gefäßwänden, Nerven, Nieren und Augenlinse; dabei entstehen Endprodukte (AGEs), die diese Gewebe über Jahre verändern.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: hba1c, insulin, insulinresistenz, blutzucker, diabetes, prediabetes

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Übergewicht (Bauch)
  • Erschöpfung nach Mahlzeiten
  • Heißhungerattacken
  • Brain Fog
  • Hoher Blutdruck
  • Fettleber
  • PCOS
  • Starker Durst
  • Häufiges Wasserlassen

Analysen, die diesen Wert enthalten

Für diesen Wert ist derzeit keine Analyse im Shop hinterlegt. Eine Heilpraktikerin oder ein Arzt aus dem ORY Experten-Netzwerk kann dir sagen, wie er sich sonst bestimmen lässt.

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