Ferritin
Ferritin ist der wichtigste Marker für Eisenspeicher — sensitiver als Serumeisen oder Transferrin-Sättigung. Ein niedriges Ferritin zeigt erschöpfte Eisenreserven an, oft bevor eine Anämie entsteht. Symptome: Erschöpfung, Haarausfall, Restless-Legs. Erhöhtes Ferritin kann Entzündung (Akute-Phase-Protein) oder Eisenüberladung (Hämochromatose) anzeigen. Im OM Vital direkt messbar.
Wie Ferritin arbeitet
Ferritin ist ein hohles Eiweiß, das bis zu 4.500 Eisenatome in ungiftiger Form einschließen kann. Es sitzt vor allem in Leber, Milz und Knochenmark; ein kleiner Teil gelangt ins Blut, und dieser Anteil spiegelt die Größe der Speicher wider. Zugleich ist Ferritin ein Akute-Phase-Eiweiß: Bei Entzündungen, Infekten und Lebererkrankungen wird mehr davon gebildet, damit Bakterien weniger freies Eisen zur Verfügung steht.
Ferritin niedrig – was passiert im Körper?
Ein niedriger Wert zeigt leere Eisenspeicher. Zunächst wird Eisen aus den Speichern für die Blutbildung abgezogen, später fehlt es: Rote Blutkörperchen werden kleiner und hämoglobinärmer, und der Sauerstofftransport sinkt. Schon vorher arbeiten eisenabhängige Enzyme in Haarwurzeln, Muskeln und Gehirn schlechter – unter anderem bei der Bildung von Dopamin, was mit unruhigen Beinen in Verbindung gebracht wird. Ohne gleichzeitige Entzündung gilt ein niedriges Ferritin als verlässliches Zeichen leerer Eisenspeicher.
Ferritin hoch – was passiert im Körper?
Ein hoher Wert kann zwei verschiedene Dinge bedeuten: viel gespeichertes Eisen oder eine Entzündungsreaktion. Bei echter Eisenüberladung lagert sich Eisen in Leber, Herz, Bauchspeicheldrüse und Gelenken ab und fördert dort oxidativen Stress. Ohne Eisenüberladung steigt Ferritin bei Infekten, chronischen Entzündungen, Fettleber, hohem Alkoholkonsum und Stoffwechselstörungen. Deshalb werden Transferrinsättigung und Entzündungswerte wie hsCRP zusammen betrachtet.
Die Einordnung steht in deinem Befund.
Auch bekannt als: eisenspeicher, eisenmangel, ferritin, eisenmangel ferritin, speichereisen, eisenüberladung, hämochromatose
Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird
- Haarausfall
- Erschöpfung
- Konzentrationsprobleme
- Blässe
- Restless Legs
- Kurzatmigkeit
- Kältegefühl
Analysen, die diesen Wert enthalten
Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.
Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.
