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EPA/AA-Quotient

Verhältnis von EPA zu Arachidonsäure – zwei Fettsäuren, aus denen der Körper Botenstoffe mit überwiegend dämpfender beziehungsweise überwiegend verstärkender Wirkung auf Entzündungsreaktionen bildet. Die Einordnung des Verhältnisses steht in deinem Befund.

Was der EPA/AA-Quotient anzeigt

EPA und Arachidonsäure konkurrieren um dieselben Plätze in den Membranphospholipiden – meist die mittlere Position des Glycerin-Gerüsts – und um dieselben Enzyme, die sie bei einem Reiz zu Botenstoffen umbauen. Der Quotient zeigt deshalb, aus welchem Rohstoff die Zellen ihre Eicosanoide bilden, wenn sie aktiviert werden: Botenstoffe aus Arachidonsäure verstärken Gefäßreaktion, Gerinnung und Entzündung eher, die aus EPA wirken schwächer und tragen teils zur Beendigung einer Entzündung bei. Gemessen in den Membranen der roten Blutkörperchen spiegelt das Verhältnis die Fettsäurezusammensetzung der letzten Wochen bis Monate wider. Es beschreibt also das Lager, nicht die gerade ablaufende Entzündung.

EPA/AA-Quotient niedrig – was passiert im Körper?

Ein niedriger Quotient bedeutet, dass auf jedes EPA-Molekül viel Arachidonsäure kommt. Werden Immunzellen, Blutplättchen oder Gefäßzellen aktiviert, setzt die Phospholipase A2 dann überwiegend Arachidonsäure frei: Es entstehen reichlich Prostaglandin E2, Thromboxan A2 und Leukotrien B4, aber wenig Resolvine der E-Serie. Entzündungs- und Gerinnungsreaktionen fallen dadurch kräftiger aus, und in Studien klangen sie langsamer ab. In Beobachtungsstudien ging ein niedriger Quotient mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und erhöhten Entzündungswerten einher. Er kommt bei geringer Zufuhr langkettiger Omega-3-Fettsäuren und bei reichlich Arachidonsäure oder Linolsäure in der Kost vor.

EPA/AA-Quotient hoch – was passiert im Körper?

Ein hoher Quotient zeigt, dass EPA einen großen Teil der Arachidonsäure aus den Membranen verdrängt hat. Bei Aktivierung entstehen dann mehr der schwächer wirksamen Botenstoffe aus EPA, und die Plättchen verklumpen weniger leicht, weil Thromboxan A3 kaum gerinnungsfördernd wirkt. Die Arachidonsäure verschwindet dabei nicht, denn sie wird für Membranen im Gehirn und für schützende Prostaglandine etwa in Magen und Nieren weiterhin gebraucht. Sehr hohe Quotienten gehen meist auf eine hohe Zufuhr langkettiger Omega-3-Fettsäuren zurück; in diesem Bereich wurde in Studien eine leicht verlängerte Blutungszeit beobachtet.

Auch bekannt als: epa/aa, entzündungsindex

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Herzerkrankung
  • Chronische Entzündung
  • Atherosklerose
  • Gelenkschmerzen

Analysen, die diesen Wert enthalten

Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.

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Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.