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EPA (Eicosapentaensäure)

Omega-3-Fettsäure mit entzündungsdämpfender Wirkung – Vorläufer der Resolvine der E-Serie. Der EPA/AA-Quotient wird bei Entzündungsfragen mit angesehen.

Was EPA im Körper macht

Eicosapentaensäure (EPA) ist eine Omega-3-Fettsäure mit 20 Kohlenstoffatomen und fünf Doppelbindungen – sie hat dieselbe Kettenlänge wie Arachidonsäure und eine Doppelbindung mehr. EPA sitzt in den Phospholipiden der Zellmembranen, besonders in Blutzellen und Gefäßwand, und wird bei einem Reiz wie Arachidonsäure von der Phospholipase A2 freigesetzt. Dieselben Cyclooxygenasen und Lipoxygenasen bauen sie zu Prostaglandin E3, Thromboxan A3 und Leukotrien B5 um, die deutlich schwächer wirken als ihre Gegenstücke aus Arachidonsäure. Außerdem entstehen aus EPA die Resolvine der E-Serie, die das Abräumen von Zelltrümmern fördern und den Zustrom weiterer Immunzellen bremsen. In der Leber senkt EPA die Bildung und Freisetzung triglyzeridreicher VLDL-Partikel.

EPA niedrig – was passiert im Körper?

Ist wenig EPA eingebaut, enthalten die Membranen anteilig mehr Arachidonsäure. Bei einem Reiz überwiegen dann die stärker wirksamen Prostaglandine, Thromboxane und Leukotriene, und es entstehen weniger Resolvine der E-Serie; in Studien klangen Entzündungsreaktionen unter diesen Bedingungen langsamer ab. In der Leber fehlt ein Teil der Bremse für die VLDL-Bildung, sodass die Triglyzeride eher höher liegen. Weil der Körper EPA nur begrenzt aus ALA bildet, kommen niedrige Werte vor allem bei geringer Zufuhr langkettiger Omega-3-Fettsäuren vor, außerdem bei Störungen der Fettaufnahme im Darm.

EPA hoch – was passiert im Körper?

Viel EPA verdrängt Arachidonsäure aus den Membranen und besetzt die Enzyme, die sonst deren Botenstoffe bilden. Die Signale für Gefäßverengung, Plättchenverklumpung und Schmerzempfinden fallen dadurch milder aus, weil Thromboxan A3 und Prostaglandin E3 schwächer wirken. In der Leber wird weniger VLDL gebildet, und die Triglyzeride sinken. Ein Teil der EPA wird zu Docosapentaensäure verlängert. Sehr hohe Werte spiegeln meist eine hohe Zufuhr wider; bei sehr großen Mengen langkettiger Omega-3-Fettsäuren wurde in Studien eine leicht verlängerte Blutungszeit beobachtet.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: epa, eicosapentaensäure, omega-3, fischöl

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Entzündungen
  • Herzerkrankung
  • Depression
  • Gelenkschmerzen
  • Erhöhte Triglyzeride

Analysen, die diesen Wert enthalten

Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.

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