Coenzym Q10 (Ubiquinol)
Elektronencarrier in der mitochondrialen Atmungskette. Ohne CoQ10 stockt die Elektronenübertragung in der Atmungskette, und die Mitochondrien bilden weniger ATP. Statine hemmen die körpereigene CoQ10-Synthese über denselben Stoffwechselweg.
Was Coenzym Q10 im Körper macht
Der Körper bildet Coenzym Q10 selbst: Der Ringteil stammt aus der Aminosäure Tyrosin, die lange Seitenkette aus dem Mevalonat-Weg, über den auch Cholesterin entsteht. CoQ10 liegt in zwei Formen vor, die ständig ineinander übergehen: Ubichinon (oxidiert) nimmt Elektronen auf und wird zu Ubichinol (reduziert), das sie wieder abgibt. In der inneren Mitochondrienmembran sammelt CoQ10 auf diese Weise die Elektronen von Komplex I und II sowie aus dem Fettsäureabbau ein und reicht sie an Komplex III weiter. Der dabei aufgebaute Protonengradient treibt die ATP-Synthase an, die den größten Teil des ATP bildet. Im Blut wird CoQ10 vor allem in LDL-Partikeln transportiert.
Coenzym Q10 niedrig – was passiert im Körper?
Bei wenig CoQ10 werden die Elektronen in der Atmungskette langsamer weitergereicht: Die Mitochondrien bilden weniger ATP, und an den gestauten Komplexen I und III entweichen vermehrt Elektronen, die mit Sauerstoff reaktive Sauerstoffverbindungen bilden. Spürbar wird das zuerst in Geweben mit hohem Energieumsatz wie Herzmuskel und Skelettmuskeln, etwa als rasche Ermüdung und Muskelschwäche. In Studien nahm der CoQ10-Gehalt mancher Gewebe mit dem Alter ab; Statine bremsen die Bildung, weil sie das Schlüsselenzym des Mevalonat-Wegs hemmen. Weil CoQ10 mit LDL transportiert wird, sinkt der Blutwert außerdem, wenn die Blutfette sinken.
Coenzym Q10 hoch – was bedeutet das?
Hohe Werte entstehen meist durch die Einnahme von CoQ10. Auch hohe Blutfettwerte gehen mit höheren CoQ10-Werten im Blut einher, weil mehr Transportpartikel vorhanden sind – deshalb wird der Wert oft im Verhältnis zum Cholesterin betrachtet. Ein hoher Anteil der reduzierten Form Ubichinol zeigt, dass die antioxidative Reserve gut gefüllt ist; ein hoher Anteil Ubichinon zeigt dagegen, dass gerade viel CoQ10 durch oxidativen Stress verbraucht wird.
Die Einordnung steht in deinem Befund.
Auch bekannt als: coq10, q10, ubiquinol, ubiquinon
Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird
- Erschöpfung
- Muskelschwäche
- Herzprobleme
- Brain Fog
- Muskelschmerzen unter Statinen
- Rasche Ermüdung bei Belastung
Analysen, die diesen Wert enthalten
Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.
Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.
