Cholin
Cholin ist ein lebensnotwendiger Nährstoff, den der Körper nur zum Teil selbst bildet. Reich an Cholin sind Eier, Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchte. Gemessen wird es im Urin, zusammen mit SAM, SAH und Betain.
Was Cholin im Körper macht
Cholin ist Baustein von Phosphatidylcholin (Lecithin) und Sphingomyelin, den Hauptbestandteilen der Zellmembranen und der Nervenhüllen. Die Leber braucht Phosphatidylcholin, um Fett in Form von Lipoproteinen (VLDL) ins Blut abzugeben. Aus Cholin entsteht der Botenstoff Acetylcholin, der Muskeln, Gedächtnis und Darmbewegung steuert, sowie Betain, das Methylgruppen liefert.
Cholin niedrig – was passiert im Körper?
Fehlt Cholin, kann die Leber Fett schlechter abgeben, und es lagert sich dort ein; in Studien mit cholinarmer Kost wurden außerdem Muskelschäden beobachtet. Es entsteht weniger Betain, wodurch auch der Methylierungsstoffwechsel weniger Nachschub bekommt.
Cholin hoch – was bedeutet das?
Hohe Werte spiegeln meist eine reichliche Zufuhr wider. Darmbakterien bauen einen Teil des Cholins zu Trimethylamin um, aus dem die Leber TMAO bildet – deshalb wird Cholin zusammen mit TMAO betrachtet.
Die Einordnung steht in deinem Befund.
Auch bekannt als: cholin, choline, phosphatidylcholin, lecithin
Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird
- Erschöpfung
- Konzentrationsstörungen
- Erhöhtes Homocystein
Analysen, die diesen Wert enthalten
Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.
