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Cholesterin / Fettstoffwechsel

Das Lipidprofil (Gesamtcholesterin, LDL, HDL, Triglyzeride) ist die Standardgruppe der Herz-Kreislauf-Diagnostik, ergänzt durch Lipoprotein(a) als genetisch bestimmten Wert und oxidiertes LDL. Bei den LDL-Subklassen wird zwischen großen und kleinen, dichten Partikeln (Typ B) unterschieden. Im Prevent 360 vollständig enthalten.

Was das Lipidprofil anzeigt

Fette und Cholesterin lösen sich nicht im Blut; sie werden in Lipoproteinen transportiert – Partikeln mit einem Kern aus Triglyzeriden und Cholesterinestern und einer Hülle aus Phospholipiden und Apolipoproteinen. Nach einer Mahlzeit packt der Darm Nahrungsfett in Chylomikronen, deren Triglyzeride die Lipoproteinlipase an den Gefäßwänden von Muskeln und Fettgewebe abspaltet. Die Leber gibt VLDL ab, das auf dem gleichen Weg Triglyzeride verliert und über IDL zu cholesterinreichem LDL wird; LDL versorgt die Zellen und kehrt über den LDL-Rezeptor großteils zur Leber zurück. HDL nimmt überschüssiges Cholesterin aus den Geweben auf und bringt es zur Leber. Das Lipidprofil zeigt, wie dieser Kreislauf gerade ausbalanciert ist.

Fettwerte niedrig – was passiert im Körper?

Liegen die Fettwerte insgesamt niedrig, bildet die Leber wenig Lipoproteine, nimmt sie besonders schnell wieder auf, oder aus dem Darm gelangt wenig Fett ins Blut. Das kommt bei Mangelernährung, einer Schilddrüsenüberfunktion, schweren Lebererkrankungen, Störungen der Fettaufnahme und während akuter Entzündungen vor. Die meisten Zellen können Cholesterin selbst herstellen und sind deshalb nicht auf LDL angewiesen. Bei seltenen erblichen Störungen, in denen kaum apoB-haltige Lipoproteine entstehen, werden jedoch auch die fettlöslichen Vitamine E, A und K schlechter transportiert – mit Folgen für Nerven, Augen und Blutgerinnung.

Fettwerte hoch – was passiert im Körper?

Erhöhte Fettwerte entstehen nach unterschiedlichen Mustern. Steigt vor allem LDL, werden die Partikel langsamer über den LDL-Rezeptor aus dem Blut geholt – etwa bei erblichen Varianten, einer Schilddrüsenunterfunktion oder nach den Wechseljahren. Steigen vor allem die Triglyzeride, bildet die Leber mehr VLDL, häufig im Rahmen einer Insulinresistenz; dabei sinkt HDL, und es entstehen kleine, dichte LDL-Partikel. Alle apoB-haltigen Partikel können in die Gefäßinnenwand eindringen, dort festgehalten und oxidiert werden; Fresszellen nehmen sie auf und werden zu Schaumzellen, aus denen arteriosklerotische Plaques entstehen. Erhöhte Werte kommen außerdem bei Nierenerkrankungen, Gallestau und unter bestimmten Medikamenten vor.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: cholesterin, ldl, hdl, triglyzeride, tg, fettstoffwechsel

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Herzerkrankung
  • Arteriosklerose
  • Übergewicht
  • Metabolisches Syndrom
  • Keine Symptome (oft)
  • Xanthome
  • Fettleber

Analysen, die diesen Wert enthalten

Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.

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Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.