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Antioxidative Kapazität (ImAnOx, TAS)

Die antioxidative Kapazität, auch TAS (total antioxidative status) genannt, beschreibt, wie viel reaktive Sauerstoffverbindungen das Blut insgesamt unschädlich machen kann. Gemessen wird sie im Serum. Beim ImAnOx-Verfahren wird der Probe eine festgelegte Menge Wasserstoffperoxid zugesetzt; die Antioxidantien im Serum bauen einen Teil davon ab, und das Labor bestimmt, wie viel übrig bleibt. Je weniger Peroxid zurückbleibt, desto größer ist die Pufferkapazität. Anders als die Messung einzelner Vitamine erfasst der Wert das Zusammenspiel aller Abwehrstoffe im Blut auf einmal. Im Testkatalog gehört er im Akne-Profil zur Gruppe „Oxidativer Stress“.

Was die antioxidative Kapazität im Körper anzeigt

Bei der Energiegewinnung in den Mitochondrien, bei Entzündungen und bei der Abwehr von Keimen entstehen ständig reaktive Sauerstoffverbindungen wie Superoxid und Wasserstoffperoxid. In kleinen Mengen dienen sie als Signalstoffe, in großen Mengen greifen sie Fette der Zellmembranen, Eiweiße und das Erbgut an. Das Blut fängt sie mit einem ganzen Netzwerk ab: Harnsäure trägt einen großen Teil zur Kapazität des Plasmas bei, daneben Albumin, Bilirubin, Vitamin C und E, Glutathion und Pflanzenstoffe wie Polyphenole. Enzyme wie Glutathionperoxidase und Katalase arbeiten überwiegend in den Zellen. Der TAS-Wert spiegelt also die Summe der im Serum gelösten Antioxidantien wider.

Antioxidative Kapazität niedrig – was passiert im Körper?

Ist die Kapazität gering, stehen den entstehenden Radikalen weniger Abfangstoffe gegenüber. Es kommt leichter zu oxidativem Stress: Fette in den Zellmembranen werden oxidiert, Eiweiße verändern ihre Form und Funktion, und am Erbgut entstehen Schäden, die sich etwa als 8-OHdG im Urin zeigen. Oxidierte Bestandteile wirken ihrerseits als Entzündungssignal, sodass sich Entzündung und oxidativer Stress gegenseitig verstärken können. In der Haut wurde ein solches Ungleichgewicht in Studien bei Akne beobachtet, unter anderem im Zusammenhang mit oxidierten Hautfetten. Niedrige Werte kommen bei chronischen Entzündungen, Rauchen, starker körperlicher Belastung ohne ausreichende Erholung, einer an Obst und Gemüse armen Ernährung und bei niedriger Harnsäure oder niedrigem Albumin vor.

Antioxidative Kapazität hoch – was bedeutet das?

Ein hoher Wert bedeutet, dass das Serum viel Peroxid abbauen kann. Das kann eine gute Versorgung mit antioxidativen Nährstoffen widerspiegeln, etwa durch eine an Gemüse und Obst reiche Ernährung oder durch Vitaminpräparate kurz vor der Blutabnahme. Weil Harnsäure und Bilirubin einen großen Anteil am Messwert haben, steigt er aber auch, wenn diese Stoffe erhöht sind – zum Beispiel bei hoher Harnsäure oder bei einer Leberstörung. Ein hoher Wert ist deshalb nicht automatisch ein Zeichen für besonders wenig oxidativen Stress. Er wird zusammen mit Harnsäure, Entzündungswerten und weiteren Markern des oxidativen Stresses wie 8-OHdG oder Glutathion eingeordnet.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: imanox (tas), imanox, tas, total antioxidative status, antioxidativer status, gesamtantioxidativer status

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Erschöpfung
  • Verzögerte Erholung nach Belastung
  • Hautunreinheiten
  • Häufige Infekte

Analysen, die diesen Wert enthalten

Für diesen Wert ist derzeit keine Analyse im Shop hinterlegt. Eine Heilpraktikerin oder ein Arzt aus dem ORY Experten-Netzwerk kann dir sagen, wie er sich sonst bestimmen lässt.

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