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Anti-Transglutaminase-2-Antikörper (anti-TG2)

Hochspezifischer Marker für Zöliakie (Autoimmunerkrankung). Wird in der Zöliakie-Diagnostik mit angesehen.

Was Antikörper gegen Transglutaminase 2 anzeigen

Transglutaminase 2 (TG2, Gewebstransglutaminase) ist ein körpereigenes Enzym, das unter anderem Eiweiße im Bindegewebe vernetzt. In der Darmschleimhaut kann es Gliadin-Bruchstücke aus Gluten verändern: Es wandelt einzelne Glutamin-Bausteine in Glutaminsäure um (Deamidierung). Bei Menschen mit den Gewebemerkmalen HLA-DQ2 oder HLA-DQ8 passen diese veränderten Bruchstücke besonders gut in die Präsentiermoleküle der Abwehrzellen und aktivieren glutenspezifische T-Zellen. Diese helfen B-Zellen, die Komplexe aus TG2 und Gliadin erkennen – so entstehen Antikörper gegen das körpereigene Enzym, meist der Klasse IgA. Ihre Bildung hängt vom Glutenverzehr ab.

Anti-TG2 nicht nachgewiesen – was bedeutet das?

Zum Zeitpunkt der Probe hat das Immunsystem keine messbaren Antikörper gegen Transglutaminase 2 gebildet. Weil die Antikörper nur bei Glutenverzehr entstehen, können sie nach einer Zeit mit wenig oder ohne Gluten unter die Nachweisgrenze fallen. Bei einem angeborenen IgA-Mangel fehlen IgA-Antikörper ebenfalls; dann werden IgG-Antikörper und das Gesamt-IgA mit angesehen.

Anti-TG2 nachgewiesen – was passiert im Körper?

Ein Nachweis zeigt eine Immunreaktion gegen das körpereigene Enzym, die durch Gluten angestoßen wird. Bei Zöliakie wandern aktivierte T-Zellen in die Dünndarmschleimhaut ein und setzen Entzündungsbotenstoffe frei; die Darmzotten werden flacher, und die Oberfläche für die Aufnahme von Nährstoffen schrumpft. Eisen, Folsäure, Vitamin B12, Calcium und Vitamin D werden dann schlechter aufgenommen, was zu Blutarmut, Durchfall, Gewichtsverlust und bei Kindern zu Wachstumsstörungen führen kann. Antikörper gegen TG2 kommen vor allem bei Zöliakie vor, in niedriger Menge auch bei einigen anderen Autoimmunerkrankungen. Die Bestätigung erfolgt ärztlich, in der Regel mit einer Gewebeprobe aus dem Dünndarm.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: anti-tg2, tg2, transglutaminase, zöliakie

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Durchfall
  • Blähungen
  • Gewichtsverlust
  • Anämie
  • Wachstumsstörung bei Kindern
  • Erschöpfung

Analysen, die diesen Wert enthalten

Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.

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Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.