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Alanin

Eine der wichtigsten glukogenen Aminosäuren – transportiert Stickstoff aus Muskeln zur Leber (Alanin-Glukose-Zyklus). Beim Fasten liefert es der Leber Ausgangsmaterial für die Neubildung von Glukose.

Was Alanin im Körper macht

Alanin ist ein Baustein von Eiweißen und zugleich ein Transportmittel für Stickstoff. Bauen die Muskeln Aminosäuren ab – vor allem die verzweigtkettigen –, übertragen sie deren Aminogruppe auf Pyruvat, das beim Zuckerabbau entsteht; das Enzym dafür ist die Alanin-Aminotransferase (ALT, früher GPT), die Vitamin B6 braucht. So wird Stickstoff in eine ungiftige, gut transportierbare Form verpackt. Alanin gelangt über das Blut zur Leber: Dort wird die Aminogruppe wieder abgegeben und im Harnstoffzyklus ausgeschieden, und aus dem übrig bleibenden Pyruvat bildet die Leber neue Glukose, die zurück zu den Muskeln fließt. Dieser Kreislauf, der Glukose-Alanin-Zyklus, ist besonders in Fastenphasen und bei langer Muskelarbeit aktiv.

Alanin niedrig – was passiert im Körper?

Ist wenig Alanin im Blut, geben die Muskeln weniger davon ab – etwa bei geringer Muskelmasse, bei wenig Eiweiß in der Nahrung oder in langen Fastenphasen, in denen die Leber Alanin rasch aufnimmt und verbraucht. Der Leber fehlt dann ein Teil des Ausgangsmaterials für die Neubildung von Glukose; sie muss stärker auf andere Quellen wie Glycerin aus dem Fettgewebe und Laktat zurückgreifen, und in langen Essenspausen lässt sich der Blutzucker schlechter halten. Niedrige Alaninwerte wurden in Studien bei Kindern mit wiederkehrenden Unterzuckerungen in Fastenphasen beobachtet.

Alanin hoch – was passiert im Körper?

Viel Alanin entsteht, wenn in den Zellen mehr Pyruvat anfällt, als die Mitochondrien verbrennen: Ein Teil wird dann zu Laktat, ein Teil zu Alanin umgewandelt. Das kommt bei intensiver Muskelarbeit vor, bei verstärktem Muskelabbau unter Stresshormonen und bei einer eingeschränkten Funktion der Mitochondrien, bei der Laktat und Alanin gemeinsam ansteigen. Auch eiweißreiche Mahlzeiten erhöhen den Wert vorübergehend. Die Leber bildet aus dem zusätzlichen Alanin mehr Glukose. Erhöhte Werte wurden in Studien bei Insulinresistenz und Fettleber beobachtet.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: alanine, ala

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Blutzuckerschwankungen
  • Erschöpfung
  • Muskelschwäche
  • Unterzuckerung

Analysen, die diesen Wert enthalten

Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.

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Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.