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ALA (Alpha-Linolensäure)

Pflanzliches Omega-3 (Leinöl, Walnüsse). Der Körper wandelt nur einen kleinen Teil davon in EPA und noch weniger in DHA um. Kein Ersatz für marine Omega-3, aber wichtig für Membranfunktion.

Was ALA im Körper macht

Alpha-Linolensäure (ALA) ist eine Omega-3-Fettsäure mit 18 Kohlenstoffatomen und drei Doppelbindungen. Der Körper kann sie nicht selbst herstellen, weil ihm das Enzym fehlt, das an dieser Stelle der Kette eine Doppelbindung einfügt – deshalb gilt sie als essenziell. Ein großer Teil der aufgenommenen ALA wird in den Mitochondrien zur Energiegewinnung abgebaut, ein Teil wird in die Phospholipide der Zellmembranen eingebaut. Über die Delta-6-Desaturase, Elongasen und die Delta-5-Desaturase kann ALA schrittweise zu EPA verlängert werden; der weitere Weg zu DHA führt zusätzlich über die Peroxisomen und ist der aufwendigste Schritt. Dieselben Enzyme verarbeiten auch die Omega-6-Fettsäure Linolsäure zu Arachidonsäure – beide Fettsäurefamilien konkurrieren also um denselben Umbauweg.

ALA niedrig – was passiert im Körper?

Wenig ALA bedeutet, dass weniger Ausgangsstoff für die körpereigene Bildung von EPA und DHA bereitsteht; deren Spiegel hängen dann stärker von der direkten Zufuhr dieser langkettigen Fettsäuren ab. Die Desaturasen verarbeiten in dieser Lage überwiegend Linolsäure, und in den Membranen nehmen Omega-6-Fettsäuren mehr Platz ein. Ein ausgeprägter Mangel an ALA ist selten; beschrieben wurde er vor allem bei langer künstlicher Ernährung ohne Omega-3-Fettsäuren, mit Missempfindungen, Schwäche und Sehstörungen, die sich mit ALA wieder zurückbildeten. Niedrige Werte kommen außerdem bei Störungen der Fettaufnahme im Darm vor, etwa bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder der Gallenwege.

ALA hoch – was passiert im Körper?

Ein hoher Wert spiegelt meist eine reichliche Zufuhr in den Wochen vor der Messung wider. Mehr ALA in den Membranen verdrängt dort zum Teil Omega-6-Fettsäuren, und an der Delta-6-Desaturase wird ALA gegenüber Linolsäure bevorzugt umgesetzt; so entsteht etwas mehr EPA und etwas weniger Arachidonsäure. Der Umbau zu DHA steigt dagegen kaum, weil die letzten Schritte eng reguliert sind. Überschüssige ALA wird überwiegend verbrannt und nicht dauerhaft angereichert. Eine eigene krankhafte Bedeutung hat ein hoher ALA-Wert nach heutigem Wissen nicht; er wird zusammen mit EPA, DHA und den Omega-6-Fettsäuren gelesen.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: ala, alpha-linolensäure, pflanzliches omega-3

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Entzündungen
  • Trockene Haut
  • Kribbeln / Taubheit

Analysen, die diesen Wert enthalten

Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.

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Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.