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Akkermansia muciniphila

Lebt in der Schleimschicht des Darms und nutzt deren Schleim (Muzin) als Nahrung – paradoxerweise ist Akkermansia mit einer dichteren Darmbarriere assoziiert. Niedrige Werte korrelieren mit Übergewicht, Diabetes und metabolischem Syndrom.

Was Akkermansia im Darm macht

Akkermansia muciniphila lebt in der Schleimschicht, die die Darmschleimhaut bedeckt, und ernährt sich vom Muzin, dem Hauptbestandteil dieses Schleims. Beim Abbau entstehen Acetat und Propionat sowie freigesetzte Zucker, von denen benachbarte Bakterien, darunter Butyratbildner, mitleben. Der ständige Verbrauch regt die Becherzellen an, neuen Schleim nachzubilden – die Schleimschicht wird so laufend erneuert. In Tier- und Zellstudien stärkte ein Eiweiß aus der Bakterienhülle (Amuc_1100) die Verbindungen zwischen den Schleimhautzellen, und Akkermansia förderte die Ausschüttung des Darmhormons GLP-1, das an der Blutzuckerregulation beteiligt ist.

Akkermansia niedrig – was passiert im Darm?

Ist wenig Akkermansia vorhanden, wird die Schleimschicht langsamer umgesetzt, und die Nachbarbakterien erhalten weniger Abbauprodukte. In Tierstudien wurde die Schleimschicht dünner und die Darmwand durchlässiger, sodass mehr bakterielle Lipopolysaccharide ins Blut gelangten und dort leichte Entzündungsreaktionen auslösten. Beim Menschen wurden niedrige Werte in Studien häufiger bei Übergewicht, Typ-2-Diabetes und entzündlichen Darmerkrankungen beobachtet; auch Antibiotika können die Menge deutlich senken.

Akkermansia hoch – was passiert im Darm?

Viel Akkermansia bedeutet viel Schleimabbau. Solange die Becherzellen ausreichend nachbilden, bleibt die Schleimschicht im Gleichgewicht. Fehlen den übrigen Bakterien jedoch Ballaststoffe, weichen auch sie auf den Schleim als Nahrung aus; in Tierstudien wurde die Schutzschicht dann schneller abgebaut als erneuert. Erhöhte Werte wurden außerdem unter dem Diabetesmedikament Metformin gemessen und in Studien häufiger bei Parkinson und Multipler Sklerose gefunden, ohne dass die Bedeutung dieses Zusammenhangs geklärt ist.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: akkermansia

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Übergewicht
  • Insulinresistenz
  • Leaky Gut
  • Metabolisches Syndrom

Analysen, die diesen Wert enthalten

Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.

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