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ADMA (Gefäßgesundheit)

ADMA (asymmetrisches Dimethylarginin) ist der wichtigste endogene Hemmer der NO-Synthase (eNOS) und wird deshalb bei Fragen zur Funktion der Gefäßinnenwand (Endothel) mit angesehen. Erhöhte ADMA-Werte bremsen die NO-Bildung; in Studien gingen sie mit Bluthochdruck und Arteriosklerose einher. ADMA wird in der Herz-Kreislauf-Diagnostik ergänzend zu den Fettwerten mit angesehen. Im Prevent 360 enthalten.

Was ADMA im Körper macht

In vielen Eiweißen werden Argininbausteine durch Enzyme (Protein-Arginin-Methyltransferasen) mit Methylgruppen versehen; der Spender ist S-Adenosylmethionin, aus dem dabei schließlich Homocystein entsteht. Werden diese Eiweiße abgebaut, wird asymmetrisches Dimethylarginin (ADMA) frei. ADMA ähnelt L-Arginin, dem Ausgangsstoff der NO-Synthase, und besetzt deren Bindungsstelle, ohne umgesetzt zu werden. Stickstoffmonoxid (NO) aus der Gefäßinnenwand aktiviert in der glatten Gefäßmuskulatur die Guanylatcyclase; das entstehende cGMP lässt die Muskulatur erschlaffen und das Gefäß weiter werden. NO hemmt außerdem das Anhaften von Blutplättchen und weißen Blutkörperchen. Abgebaut wird ADMA vor allem durch das Enzym DDAH zu Citrullin und Dimethylamin, ein kleinerer Teil über die Nieren.

ADMA niedrig – was bedeutet das?

Ein niedriger Wert zeigt, dass wenig ADMA anfällt oder das Enzym DDAH es zügig abbaut. Die NO-Synthase wird dann kaum gebremst und kann L-Arginin ungehindert zu NO umsetzen. In der Schwangerschaft wurden niedrigere Werte beobachtet, die mit der Erweiterung der Gefäße in dieser Zeit in Verbindung gebracht werden. Eine eigene krankhafte Bedeutung haben niedrige ADMA-Werte nach heutigem Wissen nicht.

ADMA hoch – was passiert im Körper?

Steigt ADMA, bildet die Gefäßinnenwand weniger NO: Die Gefäße erweitern sich schlechter, wenn mehr Blut gebraucht wird, Blutplättchen und weiße Blutkörperchen haften leichter an, und die Gefäßmuskulatur wird weniger gebremst. Fehlt der NO-Synthase ausreichend Arginin, kann sie entkoppeln und statt NO Superoxid-Radikale bilden; dieser oxidative Stress hemmt wiederum das ADMA-abbauende Enzym DDAH, sodass sich ADMA weiter anreichert. Weil auch die Erektion und die Durchblutung kleiner Gefäße auf NO angewiesen sind, können sie ebenfalls betroffen sein. Erhöhte Werte kommen bei eingeschränkter Nierenfunktion, Lebererkrankungen, Insulinresistenz und erhöhtem Blutzucker, Rauchen und chronischen Entzündungen vor; in Studien gingen sie mit erhöhtem Homocystein einher.

Die Einordnung steht in deinem Befund.

Auch bekannt als: adma, asymmetrisches dimethylarginin, sdma, no-synthase, endothel, gefäßgesundheit

Zusammenhänge, in denen dieser Wert bestimmt wird

  • Bluthochdruck
  • Arteriosklerose
  • Erektile Dysfunktion
  • Herzerkrankung
  • Schlechte Durchblutung
  • Kopfschmerzen
  • Nierenproblem

Analysen, die diesen Wert enthalten

Diesen Wert im Biomarker-Nachschlagewerk nachlesen → Dort stehen Zusammenhänge und Kaskaden. Hier steht, in welcher Analyse der Wert enthalten ist.

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Referenzbereiche und die Einordnung deines persönlichen Werts stehen in deinem Befund. Die Besprechung führst du mit einer Heilpraktikerin oder einer Ärztin aus dem ORY Experten-Netzwerk.